Online-Seminar “Förderungen für Selbsthilfegruppen”

Online-Seminar "Förderungen für Selbsthilfegruppen"

08.12.2026

Online-Seminar “Förderungen für Selbsthilfegruppen”

am Dienstag, 8. Dezember 2026 um 18:30 Uhr

für Mitglieder der Lymphselbsthilfe e.V. und Betroffene

Teilnahme per Microsoft-Teams

Teilnahmegebühr: 5,00 Euro / für Mitglieder kostenlos

In diesem Online-Seminar wird Christine Schneider, Stv. Vorsitzende der Lymphselbsthilfe e.V. auf die Neuerungen im Leitfaden zur Selbsthilfeförderung eingehen.

Was wird gefördert – was oft nicht? Welche Veranstaltungen werden nicht gern gesehen? Welche Stichworte sind im Antrag günstig, welche ungünstig?

Im Anschluss werden Ihre Fragen beantwortet.


Für Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Mit einer Mitgliedschaft unterstützen Sie unsere Arbeit und profitieren zugleich von kostenlosen oder vergünstigten Angeboten.

Sie erhalten nach der Anmeldung eine Bestätigungsmail.

Sie bekommen automatisch den Einwahllink kurz vor der Veranstaltung zugesandt. Bitte beachten Sie, dass der Einwahllink nur für Sie persönlich bestimmt ist und daher nicht an Dritte weitergegeben werden darf.

Nichtmitglieder überweisen die Teilnahmegebühr von 5 Euro auf das Konto
IBAN DE87 8306 5408 0005 4330 02
Die Anmeldung ist erst nach Zahlungseingang gültig.

Alle Zahlungen, die bis 3 Tage vor dem Seminar nicht auf dem Konto der Lymphselbsthilfe e. V. eingegangen sind, können nicht mehr berücksichtigt werden. Der Link zur Teilnahme am Seminar kann aus organisatorischen Gründen später nicht mehr verschickt werden.

Bei Nichtteilnahme kann die Teilnahmegebühr leider nicht zurückerstattet werden, da die Bearbeitung einer Rückzahlung für uns mit unverhältnismäßig viel Aufwand verbunden wäre.

Anmeldung

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    Ich erlaube der Lymphselbsthilfe e. V. mir per Mail weitere Informationen zu schicken.

     

    Online-Seminar “Kraftort Körper”

    Online-Seminar "Kraftort Körper"

    24.11.2026
    Online-Seminar "Kraftort Körper" 25.11.2025

    „Kraftort Körper – Nichts wollen, nichts müssen und trotzdem leichter fühlen“ mit Feldenkrais-Lehrerin Kerstin Müller

    am Dienstag, 24. November 2026 um 19:30 Uhr

    für Mitglieder der Lymphselbsthilfe e.V. und Betroffene

    Teilnahme per Microsoft-Teams

    Teilnahmegebühr: 5,00 Euro / für Mitglieder kostenlos

    Wer mit Lymph- oder Lipödem lebt, kennt enge Grenzen: Schwellungen, Spannungsgefühle, Schmerzen. Feldenkrais lädt dazu ein, diese Grenzen ernst zu nehmen – und gleichzeitig nach kleinen Wegen zu suchen, Bewegung leichter zu machen.

    • Statt zu fragen: „Was geht nicht?“ – fragen wir: „Was geht?“
    • Statt zu kämpfen: „Ich muss durchhalten.“ – entdecken wir: „Es darf auch leichter gehen.“
    • Statt den Blick nur auf Einschränkungen zu richten, öffnen wir ihn für Ressourcen.

    Viele Teilnehmende beschreiben nach einer Stunde: „Ich spüre mehr Raum in mir. Ich habe das Gefühl, anders zu gehen. Irgendetwas ist leichter geworden.“ Diese kleinen, subjektiven Veränderungen sind der Beginn einer neuen Beziehung zum eigenen Körper.


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      Online-Seminar “Atmung und Entspannung”

      Online-Seminar "Atmung und Entspannung"

      28.10.2026

      Online-Seminar „Atmung und Entspannung – Einfluss auf das Lymphsystem“ mit der Logopädin Kathrin Krahl

      am Mittwoch, 28. Oktober 2026 um 19:00 Uhr

      für Mitglieder der Lymphselbsthilfe e.V. und Betroffene

      Teilnahme per Microsoft-Teams

      Teilnahmegebühr: 5,00 Euro / für Mitglieder kostenlos

      Eine bewusste Atmung und gezielte Entspannung können die Funktion des Lymphsystems positiv unterstützen. In diesem Online-Seminar erfahren Sie, wie Atemtechniken und einfache Entspannungsübungen den Lymphfluss fördern, Stress reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden steigern können.

      Neben kurzen theoretischen Grundlagen stehen praktische Übungen im Mittelpunkt, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.


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        Online-Befragung zu Perspektiven von Frauen mit Lipödem und ihren Erfahrungen im Kontakt mit dem deutschen Gesundheitssystem

        Online-Befragung zu Perspektiven von Frauen mit Lipödem und ihren Erfahrungen im Kontakt mit dem deutschen Gesundheitssystem

        13.10.2026

        Mein Name ist Vivien Henkel und ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gesundheitsversorgungsforschung und Klinische Epidemiologie (IGVE) der Philipps-Universität Marburg. Im Rahmen meiner Promotionsarbeit führe ich derzeit die Studie LipoREAL durch. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Perspektiven von Frauen mit Lipödem und ihre Erfahrungen im Kontakt mit dem deutschen Gesundheitssystem.

        Obwohl viele Frauen von einem Lipödem betroffen sind, ist bislang noch wenig darüber bekannt, wie sie den Kontakt mit Ärztinnen und Ärzten erleben und ob diese Erfahrungen mit ihrem psychischen Wohlbefinden, ihrem Essverhalten und ihrer Lebensqualität zusammenhängen.

        Hierfür führen wir derzeit eine Online-Befragung durch und möchten möglichst viele betroffene Frauen erreichen. Die Befragung läuft voraussichtlich bis Ende des Jahres 2026.

        Teilnahmevoraussetzungen sind:

        • mindestens 18 Jahre alt
        • ärztlich diagnostiziertes Lipödem
        • ausreichende Deutschkenntnisse zur Beantwortung der Fragen
        • Wohnsitz in Deutschland
        • Möglichkeit zur Teilnahme an einer Online-Befragung

        Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig und dauert etwa 20–25 Minuten. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet.

        Ein wichtiger Hinweis für die Teilnehmerinnen:
        Da die Befragung nicht zwischengespeichert werden kann, sollten die Teilnehmerinnen den Fragebogen möglichst in Ruhe und ohne längere Unterbrechung ausfüllen. Bei einer Unterbrechung muss die Befragung gegebenenfalls von vorne begonnen werden.

        Die Umfrage kann über den folgenden Link aufgerufen werden:

        https://redcap.kks.uni-marburg.de/surveys/?s=YD9D98TTJCTFMEDF

        Alternativ können Interessierte den QR-Code auf dem beigefügten Flyer nutzen, um direkt zur Befragung zu gelangen.

        Flyer zur Studie LipoREAL „Lebensrealität von Frauen mit Lipödem“ der Universität Marburg mit QR-Code zur Online-Befragung

        GALLiLy Schnupperwochenende Oktober 2026 in Bad Berleburg

        GALLiLy Schnupperwochenende Oktober 2026

        Workshop im Ödemzentrum Bad Berleburg

        Diese Schnupperwochenende “Gesund und Aktiv mit Lip- und Lymphödem” ist für Betroffene mit einem Lip- und Lymphödem, die sich für ein besseres Verständnis und Selbstmanagement der Erkrankung interessieren. 

        Der Workshop eignet sich für Berufstätige, da er an einem Wochenende stattfindet. Erfahren Sie mehr über Ihre Erkrankung. Im Vordergrund stehen die Gesundheitskompetenz und das Selbstmanagement sowie der Erfahrungsaustausch untereinander.

        Termin:
        Fr 02.10.2026, 17 Uhr – So 04.10.2026, 13 Uhr, in Bad Berleburg https://lymphklinik.com/

        Referenten:
        Katrin Gröber, Fachlehrerin für KPE/MLD
        Annette Dunker, Fachübungsleiterin für Lymphentstauungsgymnastik im Rehasport

        Kosten:
        Kursgebühren 80 € für Mitglieder, 100 € für Nicht-Mitglieder
        2x Übernachtung/Frühstück im Doppelzimmer 110 €, 140 € im Einzelzimmer

        Bitte beachten Sie unsere Stornoregeln!

        Bei Absagen:
        nach Zahlungseingang fällt eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10 € an
        nach dem 25.06.2026 liegt die Stornogebühr bei 10 %
        nach dem 20.08.2026 liegt die Stornogebühr bei 75 %
        nach dem 17.09.2026 bei 100 %

        Dem Teilnehmer ist der Nachweis gestattet, dass ein Schaden überhaupt nicht oder in geringerer Höhe entstanden ist.


        Sie können bis zum 01.10.2026 eine Ersatzperson nennen.

        Haben Sie noch eine Frage? – Mailen Sie uns (anmeldung@lymphselbsthilfe.de) oder rufen Sie uns an unter 09132 630413.

        Was Sie erwarten dürfen:
        In unseren Workshops finden Sie die Zeit, sich ausschließlich um sich selbst zu kümmern. Gemeinsam bemühen wir uns, Lösungen zu finden, die Sie in Ihren Alltag integrieren können.

        Sie möchten gerne mehr über die Möglichkeit wissen, die Erkrankung in den Griff zu kriegen? Das Internet bietet Ihnen oft keine ausreichende Antwort auf Ihre ganz individuellen Fragen? Auch Ihr Arzt kann nicht auf jede Ihrer Fragen eine Antwort geben? Die benötigten Kenntnisse sind sehr speziell. Wir helfen Ihnen als selbst Betroffene mit unserem Wissen und unseren persönlichen Erfahrungen.

        Eine Fachlehrerin für KPE arbeitet im Team mit einer Sporttherapeutin. Unsere Experten besitzen bis zu fünfzehnjähriger Erfahrung mit unseren Selbstmanagementseminaren.

        Grundlage:
        Seit Mai 2017 sind Aufklärung und Schulung zum Selbstmanagement Basis der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE): Leitlinie Diagnostik und Therapie des Lymphödems, AWMF Registernummer 058-001.

        Unsere Erfahrung:
        Die ersten Ergebnisse zeigen, dass die Workshops einen Nerv treffen, denn viele Betroffene fühlen sich schlecht informiert und haben sich das meiste Wissen selbst angelesen. Da überrascht es nicht, dass 100 % unserer Teilnehmer im Intensiv-Workshop sich nach unseren Workshops besser informiert fühlen und sich besser in der Lage sehen, ihr Ödem zu managen.

        Ziele:
        Sie erwerben ein Grundwissen, um Ihre Krankheit zu verstehen. Darauf aufbauend werden alle Komponenten der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie und Möglichkeiten des Selbstmanagements erläutert. Zusätzlich werden viele Möglichkeiten zu unterstützender Bewegung angeleitet. So erweitern Sie Ihren Handlungsspielraum.
        Ziel ist es, das erworbene Wissen in den Alltag einzubauen, um Ihre chronische Erkrankung besser zu akzeptieren und effektiv selbst managen zu können.

        Wir versetzen Sie in die Lage, Ihre eigenen Entscheidungen sachlich begründet zu treffen und ein aktives, optimistisches Leben wiederzuerlangen.

        Was Sie hier lernen:
        • Wie entsteht ein Lymphödem?
        • Wie funktioniert das Lymphsystem?
        • Wie fließt ein Ödem ab?
        • Einfache Lymphgriffe
        • Kompressionsmöglichkeiten
        • Selbstbandage
        • Wie unterstützt die richtige Ernährung?
        • Wo liegen meine Stärken?
        • Wie hilft die Bewegung?
        • Wo finde ich zusätzliche Hilfe?
        • Persönlicher Aktionsplan

        Keine Anmeldung mehr möglich.


        Offener Brief zur aktuellen Neuausrichtung der Lipödembehandlung in der Földiklinik

        Offener Brief - Fragen zur Neuausrichtung der Lipödembehandlung in der Földiklinik

        23.08.2027

        Die Földiklinik hat ausführlich auf unseren offenen Brief vom 23. August 2026 geantwortet. Im Sinne eines transparenten und sachlichen Austauschs stellen wir die Antwort hier vollständig zur Verfügung. Wir werden die darin enthaltenen Ausführungen nun sorgfältig prüfen und begrüßen, dass die Klinik unsere Einladung zum Dialog angenommen hat.
        Antwort der Földi-Klinik auf unseren offenen Brief

        Offener_Brief_Foeldiklinik_Lymphselbsthilfe_23-08-2026.pdf

        Offener Brief
        Fragen zur Neuausrichtung Ihrer Lipödembehandlung

        Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Földi,
        sehr geehrte Frau Dr. Földi,
        sehr geehrter Herr Dr. Bertsch,
        sehr geehrter Herr Dr. Oberlin,
        sehr geehrte Damen und Herren,

        Die Veröffentlichung der Földiklinik „Vom Lipödem zum Lipalgie-Syndrom“ in der Fassung vom 19. August 2026 hat bei vielen Betroffenen erhebliche Verunsicherung ausgelöst. Sie führen darin eine neue Bezeichnung ein, schließen die Manuelle Lymphdrainage beim isolierten Lipödem grundsätzlich aus und leiten daraus ein verändertes Behandlungskonzept ab. [1]

        Wissenschaftliche Erkenntnisse sollten medizinische Behandlungskonzepte selbstverständlich weiterentwickeln dürfen. Wer jedoch den Anspruch erhebt, den neuesten wissenschaftlichen Standard abzubilden, muss Erkenntnis, Interpretation und klinikinterne Entscheidung klar voneinander unterscheiden.

        Wer wir sind

        Die Lymphselbsthilfe e. V. ist eine bundesweit tätige, gemeinnützige Patientenorganisation für Menschen mit Lip- und Lymphödem. Unser Vorstand arbeitet ehrenamtlich; viele Verantwortliche sind selbst betroffen. Wir unterstützen Patientinnen durch Schulungen, Wissenstransfer, Selbsthilfegruppen und die Förderung des Selbstmanagements. Gemeinschaft, Austausch und verlässliche Informationen tragen dazu bei, Belastungen zu reduzieren, Selbstwirksamkeit zu stärken und Lebensqualität zu verbessern.

        Als Patientenvertretung haben wir uns aktiv für die Interessen der Betroffenen der aktuellen S2k-Leitlinie Lipödem eingesetzt. Wir kennen deshalb sowohl ihre Aussagen als auch deren bewusst differenzierte Formulierungen der Leitlinie. [2] Gerade deshalb sehen wir mit Sorge, dass Ihre Veröffentlichung den Eindruck eines abgeschlossenen Fachkonsenses vermittelt, obwohl sie in wesentlichen Punkten über die Leitlinie hinausgeht.

        Unsere Fragen an Sie

        1. Welchen patientenrelevanten und wissenschaftlichen Gewinn soll die Umbenennung in „Lipalgie-Syndrom“ bringen, und wie begründen Sie sie angesichts von ICD-11 EF02.2, geltender Leitlinie, G-BA-Nomenklatur und offener Pathogenese?

        Wir teilen die Erkenntnis, dass das Lipödem primär keine Ödemerkrankung im Sinne einer relevanten Flüssigkeitsansammlung und keine Erkrankung der Lymphgefäße ist.
        Zugleich beschreibt die aktuelle Leitlinie die von Allen und Hines 1940 genannte Hauptbeschwerde als „Fettschwellung der Beine“. Der historisch etablierte Begriff Lipödem lässt sich daher als Bezeichnung einer Fettgewebsschwellung verstehen, ohne damit zwingend eine lymphatische Funktionsstörung zu unterstellen. [2, 3]

        Die Bezeichnung Lipödem wird weiterhin von der S2k-Leitlinie, dem Gemeinsamen Bundesausschuss und der WHO-Klassifikation ICD-11 unter EF02.2 verwendet. Medizinische Bezeichnungen können und sollen überprüft werden. Eine neue Nomenklatur benötigt jedoch einen transparenten fachlichen Konsens und kann nicht durch die Entscheidung einzelner Einrichtungen vorweggenommen werden. [2, 4, 6]

        Als eine der renommiertesten lymphologischen Kliniken weltweit haben Sie eine Verantwortung, an die wir Sie erinnern möchten. Wir können deshalb nicht nachvollziehen, warum gerade Sie die seit mehr als 80 Jahren etablierte und vor Kurzem auch international in der ICD-11 verankerte Bezeichnung „Lipödem“ umbenennen wollen und sich somit außerhalb des derzeitigen fachlichen und internationalen Konsenses positionieren. Die Pathogenese ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Forschungsgruppen untersuchen unter anderem Fettgewebsbiologie, Mikrozirkulation, Entzündung, Extrazellulärmatrix und interstitielle Flüssigkeit. Die Leitlinie beschreibt Befunde zu Gefäßpermeabilität und erhöhtem Gewebenatrium; vorläufige prospektive MRT-Befunde aus Bonn prüfen zudem den Einfluss der MLD auf natriumreiche interstitielle Flüssigkeit. Das belegt kein primäres Flüssigkeitsödem, zeigt aber, dass die mögliche Rolle interstitieller Flüssigkeit wissenschaftlich nicht abschließend geklärt ist. [2, 7]

        Vor diesem Hintergrund greift der Wechsel von „-ödem“ zu „-algie“ zu kurz: „Lipalgie“ benennt den Schmerz, nicht aber die Fettverteilungsstörung oder mögliche Gewebeprozesse. Diese Kritik wird inzwischen auch von Fachleuten aus dem Kreis der Leitlinienarbeit geteilt, wie etwa von Frau Prof. Dr. Faerber.

        Wenn die Földiklinik nach eigener Aussage erst die zweite Institution weltweit ist, die den Begriff verwendet, handelt es sich um einen Diskussionsvorschlag – nicht um etablierte Nomenklatur. Die Formulierung „Das ist keine Meinung. Das ist ein Befund!“ wird den weiterhin offenen Fragen daher nicht gerecht. [1]

        2. Auf welcher wissenschaftlichen Grundlage stellen Sie einerseits den Schmerz in den Mittelpunkt und schließen anderseits MLD beim isolierten Lipödem auch dann aus, wenn Kompression nicht anwendbar ist oder allein keine ausreichende Schmerzreduktion bewirkt?

        Sie stellen zu Recht den Schmerz in den Mittelpunkt und empfehlen Kompression nicht zur Entstauung, sondern zur Schmerzreduktion. Gleichzeitig führen Sie beim isolierten Lipödem grundsätzlich keine Manuelle Lymphdrainage mehr durch.
        Diese Schlussfolgerung ergibt sich nicht aus der Leitlinie. Dort wird ausdrücklich festgehalten, dass MLD ergänzend eingesetzt werden kann, wenn Kompression im Einzelfall nicht anwendbar ist oder allein keine ausreichende Schmerzreduktion bewirkt. Das Behandlungsziel ist dabei nicht die Entstauung oder Volumenreduktion, sondern die Modulation schmerzrelevanter C-Fasern. [2]

        Eine Kann-Empfehlung verpflichtet nicht dazu, jeder Patientin MLD zu verordnen. Sie rechtfertigt aber ebenso wenig ihren kategorischen Ausschluss. Warum wird bei der Kompression eine schmerzlindernde Wirkung unabhängig von einer Entstauung anerkannt, bei der MLD jedoch auf den kurzfristigen Effekt einer angenehmen Berührung reduziert?

        Sie beziehen sich wiederholt auf die Leitlinie, lassen aber gerade den dort vorgesehenen individuellen Behandlungskorridor außer Acht. Eine klinikinterne Therapieentscheidung ist möglich; als allgemeingültige fachliche Schlussfolgerung muss der kategorische Ausschluss jedoch eigenständig und belastbar belegt werden.

        3. Welche Bedeutung hat die unizentrische Pilotstudie von Erbacher und Bertsch für Ihr psychosoziales Behandlungskonzept, und welche unabhängigen, prospektiven und kontrollierten Untersuchungen bestätigen Ihre daraus gezogenen Schlussfolgerungen?

        Psychische Erkrankungen und Belastungen müssen bei chronischen Schmerzen selbstverständlich berücksichtigt und gegebenenfalls mitbehandelt werden. Depressionen, Essstörungen oder Traumafolgestörungen können die Schmerzwahrnehmung, die Lebensqualität und die Fähigkeit zum Selbstmanagement beeinflussen.

        Daraus folgt jedoch nicht, dass psychische Belastungen das Lipödem oder die zugrunde liegende Fettverteilungsstörung verursachen. Die Zusammenhänge sind wissenschaftlich nicht geklärt. Stigmatisierung, belastende Krankheitserfahrungen und ein jahrelanger Weg bis zur Diagnose können ihrerseits psychische Beschwerden begünstigen.

        In diesem Zusammenhang muss auch die 2020 von Mitarbeitenden der Földiklinik veröffentlichte Pilotstudie mit 150 stationär behandelten Patientinnen korrekt eingeordnet werden. Es handelt sich um eine unizentrische, explorative Untersuchung mit retrospektiven Interviews und ohne Kontrollgruppe. Die Autorinnen und Autoren erklären selbst, dass aus den erhobenen Daten keine direkte Kausalität abgeleitet werden kann. Untersucht wurde zudem die zeitliche Beziehung psychischer Belastungen zum erinnerten Beginn der Schmerzen – nicht die Entstehung der Fettverteilungsstörung. [5]

        Die Studie kann ein psychosoziales Screening und eine bedarfsgerechte Mitbehandlung begründen. Sie kann aber weder eine Psychologisierung der Erkrankung noch ein allgemeines ursächliches Erklärungsmodell tragen. Die Leitlinie verweist zudem auf eine kontrollierte quantitative sensorische Untersuchung, in der die Lipödemschmerzen eher somatisch als neuropathisch oder psychosomatisch eingeordnet wurden. [8] Hier erwarten wir von einer wissenschaftlich führenden Klinik eine entsprechend zurückhaltende Kommunikation.

        4. Wie stellen Sie sicher, dass vor der Beurteilung einer Liposuktionsindikation alle individuell geeigneten konservativen Therapieoptionen leitliniengerecht geprüft, ausgeschöpft und dokumentiert wurden, wenn Sie die MLD bei einem isolierten Lipödem grundsätzlich ausschließen?

        Für eine Liposuktion zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung muss nach den aktuellen Vorgaben des G-BA zuvor über sechs Monate eine ärztlich verordnete konservative Therapie durchgeführt worden sein, ohne dass die Beschwerden ausreichend gelindert werden konnten. Genannt werden insbesondere Kompressions- und Bewegungstherapie. Nach der S2k-Leitlinie kann bei unzureichender Wirkung der Kompression ergänzend MLD eingesetzt werden. [2, 6]

        5. Nach welchen überprüfbaren Kriterien gilt eine psychische Begleiterkrankung bei Ihnen als Ausschlussgrund für eine Liposuktion?

        In Ihrer Veröffentlichung beschränken Sie die Liposuktion zudem auf eine kleine Minderheit ohne „relevante psychische Begleiterkrankung“. Eine behandlungsbedürftige Depression kann eine begleitende Stabilisierung und eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich machen. Sie darf aber weder die Diagnose Lipödem infrage stellen noch ohne individuelle Prüfung zum automatischen Ausschluss einer Liposuktion führen. Dies wird auch nicht bei den sehr strikten Mindestvoraussetzungen des G-BA gefordert.

        Einladung zum Dialog

        Sehr geehrter Herr Dr. Bertsch, sehr geehrter Herr Dr. Oberlin, als Ärztliche Direktoren der Földiklinik laden wir Sie ausdrücklich zu einem offenen fachlichen Austausch über die medizinischen Überlegungen und wissenschaftlichen Grundlagen der Neuausrichtung ein.

        Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Földi, sehr geehrte Frau Dr. Földi, wir kennen Sie aus der Leitlinienarbeit zum Lymphödem als renommierte Wissenschaftlerinnen und engagierte Fürsprecherinnen der Patientinnen und Patienten. Daher interessiert uns auch Ihre Einschätzung zu der im Namen der Földiklinik veröffentlichten Positionierung.

        Am Ende muss sich jede Neuausrichtung daran messen lassen, ob sie der Versorgung der Betroffenen konkret verbessert. Betroffene brauchen eine Rehabilitation, die ihre Beschwerden ernst nimmt, alle geeigneten Therapieoptionen individuell prüft und zu weniger Schmerzen, mehr Selbstbestimmung und einer besseren Lebensqualität beiträgt.

        Mit freundlichen Grüßen,
        Lymphselbsthilfe e. V.
        Der Vorstand


        Literatur und Quellen
        1. Földiklinik: Vom Lipödem zum Lipalgie-Syndrom, 19.08.2026.
        2. Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie: S2k-Leitlinie Lipödem, Version 5.0, 2024. AWMF-Registernummer 037-012.
        3. Allen EV, Hines EA: Lipedema of the legs: A syndrome characterized by fat legs and orthostatic edema. Proc Staff Meet Mayo Clin. 1940;15:184–187.
        4. World Health Organization: ICD-11, EF02.2 Lipoedema.
        5. Erbacher G, Bertsch T: Lipoedema and Pain – Results of a pilot study with 150 patients. Phlebologie. 2020;49:305–316. DOI 10.1055/a-1238-6657.
        6. Gemeinsamer Bundesausschuss: Liposuktion bei Lipödem als reguläre Kassenleistung, 17.07.2025.
        7. Pieper CC: Vorläufige Ergebnisse einer prospektiven multiparametrischen MRT-Studie zur MLD bei Lipödem und Lymphödem. J Dtsch Dermatol Ges. 2025. DOI: 10.1111/ddg.15659_g; Follow-up 2026: DOI: 10.1111/ddg.70086.
        8. Rebecca Dinnendahl et al. (2024): Non-obese lipedema patients show a distinctly altered quantitative sensory testing profile with high diagnostic potential. PAIN Reports, 9(3), e1155. DOI: 10.1097/PR9.0000000000001155


        LiLyOn Präsenzgruppentreffen

        LiLyOn-Präsenzgruppentreffen in Erlangen

        25.-26.04.2026

        In unserer Online-Selbsthilfegruppe LiLyOn treffen sich Menschen, die wissen – gemeinsam geht vieles leichter. Hier findest du Gleichgesinnte, die zuhören, verstehen und mit dir Erfahrungen teilen. 

        Statt Probleme in den Mittelpunkt zu stellen, entdecken wir gemeinsam neue Wege, hilfreiche Ideen und erprobte Tipps für den Alltag.

        Selbsthilfe stärkt das Selbstbewusstsein, fördert Eigeninitiative und erweitert die persönliche Freiheit – das ist wissenschaftlich belegt und für uns gelebte Realität.

        Sich online zu treffen ist eine gute Idee, aber ein reales Kennenlernen ist nicht zu überbieten.

        Deshalb laden wir euch zu einem Präsenzgruppentreffen ein. Geplant ist je eine Gruppe mit Lymphödem-Betroffenen und eine Gruppe mit Lipödem-Betroffenen.

        Termin: Samstag, 25.04.2026, ab 12 Uhr bis Sonntag, 26.04.2026, bis 13 Uhr

        Ort: Fortbildungsinstitut Lebenshilfe Erlangen, Kitzinger Str. 6, 91056 Erlangen

        Kosten:
        10,00 € für Mitglieder der Lymphselbsthilfe e.V., 30,00 € für Nicht-Mitglieder;
        Übernachtung/Frühstück im Einzelzimmer 94,00 €

        Zielgruppe:
        Personen, die regional keine Möglichkeit haben eine Selbsthilfegruppe zu besuchen oder in ihrer Gruppe vor Ort nicht ausreichend Unterstützung bekommen können.


        Im Fortbildungsinstitut gibt es 27 Einzelzimmer, die ihr in der u. s. Anmeldungen buchen könnt.

        Als Alternative dazu gibt es in der Nähe noch drei Pensionen und ein Ferienhaus, die dann selbst zu buchen sind.
        Gästehaus Schmitt, Haßfurter Str. 6, 91056 Erlangen, T: 09131991692
        Gästezimmer Hausäckerweg, Hausäckerweg 17, 91056 Erlangen, T: 01728110118
        Gasthof Güthlein, Dorfstraße 14, 91056 Erlangen, https://www.gasthof-guethlein.de/, T: 09131-7920
        The Blue House, Heckenweg 1a, 91056 Erlangen, https://blue-house.smoobu.net/, T: 0151 65071378

        Bitte beachtet unsere Stornoregeln!
        Bei Absagen:
        nach Zahlungseingang fällt eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10 € an
        nach dem 25.03.2026 liegt die Stornogebühr bei 50 %
        nach dem 17.04.2026 liegt die Stornogebühr bei 100 %
        Ihr könnt bis zum 24.04.2026 eine Ersatzperson nennen.

        Anmeldung

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          Online-Seminar “Kraftort Körper”

          Online-Seminar "Kraftort Körper"

          25.11.2025
          Online-Seminar "Kraftort Körper" 25.11.2025

          „Kraftort Körper – Nichts wollen, nichts müssen und trotzdem leichter fühlen“ mit Feldenkrais-Lehrerin Kerstin Müller

          am Dienstag, 25. November 2025 um 19:30 Uhr

          für Mitglieder der Lymphselbsthilfe e.V. und Betroffene

          Teilnahme per Microsoft-Teams

          Teilnahmegebühr: 5,00 Euro / für Mitglieder kostenlos

          Wer mit Lymph- oder Lipödem lebt, kennt enge Grenzen: Schwellungen, Spannungsgefühle, Schmerzen. Feldenkrais lädt dazu ein, diese Grenzen ernst zu nehmen – und gleichzeitig nach kleinen Wegen zu suchen, Bewegung leichter zu machen.

          • Statt zu fragen: „Was geht nicht?“ – fragen wir: „Was geht?“
          • Statt zu kämpfen: „Ich muss durchhalten.“ – entdecken wir: „Es darf auch leichter gehen.“
          • Statt den Blick nur auf Einschränkungen zu richten, öffnen wir ihn für Ressourcen.

          Viele Teilnehmende beschreiben nach einer Stunde: „Ich spüre mehr Raum in mir. Ich habe das Gefühl, anders zu gehen. Irgendetwas ist leichter geworden.“ Diese kleinen, subjektiven Veränderungen sind der Beginn einer neuen Beziehung zum eigenen Körper.


          Für Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Werden auch Sie Mitglied und verpassen Sie keine Informationen mehr!

          Sie erhalten nach der Anmeldung eine Bestätigungsmail.

          Sie bekommen automatisch den Einwahllink kurz vor der Veranstaltung zugesandt. Der Link darf nicht weitergeleitet werden.

          Nichtmitglieder überweisen die Teilnahmegebühr von 5 Euro auf das Konto IBAN: DE87 8306 5408 0005 4330 02 – Die Anmeldung ist erst nach Zahlungseingang gültig – Ihre Zahlung wird nicht bestätigt.

          Alle Zahlungen, die bis 3 Tage vor dem Seminar nicht auf dem Konto der Lymphselbsthilfe e. V. eingegangen sind, können nicht mehr berücksichtigt werden. Der Link zur Teilnahme am Online-Seminar kann aus organisatorischen Gründen später nicht mehr verschickt werden.

          Bei Nichtteilnahme kann die Teilnahmegebühr leider nicht zurückerstattet werden, da der Aufwand die Kosten übersteigt.

          Anmeldung

          Das Online-Seminar ist voll belegt, eine Anmeldung ist nicht mehr möglich!


          Online-Seminar “Förderungen für Selbsthilfegruppen” 20.11.2025

          Online-Seminar "Förderungen für Selbsthilfegruppen"

          am 20.11.2025

          Online-Seminar “Förderungen für Selbsthilfegruppen”

          am Donnerstag, 20. November 2025 um 18:30 Uhr

          für Mitglieder der Lymphselbsthilfe e.V. und Betroffene

          Teilnahme per Microsoft-Teams

          Teilnehmergebühr: 5,00 Euro / für Mitglieder kostenlos

          In diesem Online-Seminar wird Susanne Helmbrecht, Vorsitzende der Lymphselbsthilfe e. V. auf die Neuerungen im Leitfaden zur Selbsthilfeförderung eingehen.

          Was wird gefördert – was oft nicht? Welche Veranstaltungen werden nicht gern gesehen? Welche Stichworte sind im Antrag günstig, welche ungünstig?

          Im Anschluss werden Ihre Fragen beantwortet.


          Für Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Werden auch Sie Mitglied und verpassen Sie keine Informationen mehr!

          Sie erhalten nach der Anmeldung eine Bestätigungsmail.

          Sie bekommen automatisch den Einwahllink kurz vor der Veranstaltung zugesandt. Der Link darf nicht weitergeleitet werden.

          Nichtmitglieder überweisen die Teilnahmegebühr von 5 Euro auf das Konto IBAN: DE87 8306 5408 0005 4330 02 – Die Anmeldung ist erst nach Zahlungseingang gültig – Ihre Zahlung wird nicht bestätigt.

          Alle Zahlungen, die bis 3 Tage vor dem Seminar nicht auf dem Konto der Lymphselbsthilfe e. V. eingegangen sind, können nicht mehr berücksichtigt werden. Der Link zur Teilnahme am Seminar kann aus organisatorischen Gründen später nicht mehr verschickt werden.

          Bei Nichtteilnahme kann die Seminargebühr leider nicht zurückerstattet werden, da der Aufwand die Kosten übersteigt.

          Anmeldung

          Das Online-Seminar ist voll belegt, eine Anmeldung ist nicht mehr möglich!

           

          Online-Seminar “Rechtliche Aspekte zur Liposuktion”

          Online-Seminar "Rechtliche Aspekte zur Liposuktion"

          12.11.2025
          Online-Seminar "Rechtliche Aspekte zur Liposuktion" 12.11.2025

           

          „Rechtliche Aspekte zur Liposuktion“
          mit Rechtsanwalt Daniel Gärtner, LL.M.

          am Mittwoch, 12. November 2025 um 19:00 Uhr

          für Mitglieder der Lymphselbsthilfe e.V. und Betroffene

          Teilnahme per Microsoft-Teams

          Teilnahmegebühr: 5,00 Euro / für Mitglieder kostenlos

          Dieses Seminar soll einen praxisnahen Überblick über die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen rund um die Liposuktion geben. Denn je nach dem, ob die Liposuktion als Leistung der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse in Anspruch genommen wird, ergeben sich unterschiedliche rechtliche Aspekte, die Betroffene kennen sollten. 

          Insbesondere geht es dabei um die Frage, unter welchen Voraussetzungen die Liposuktion eine Kassenleistung ist und was man tun kann, wenn die Krankenkasse die Leistung verweigert. Für Betroffene, die selbst für die Kosten einer Liposuktion aufkommen oder bereits aufgekommen sind, wird im Seminar die einschlägige Rechtsprechung zu den zulässigen Kosten vorgestellt.


          Für Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Werden auch Sie Mitglied und verpassen Sie keine Informationen mehr!

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