Unterstützung für Selbsthilfegruppen

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Erfahrungsaustausch für Selbsthilfegruppenverantwortliche und Interessierte

Sie helfen Anderen, doch wer unterstützt Sie?

Eines der wichtigsten Ziele der Lymphselbsthilfe e.V. ist es Lymph- und Lipödem-Selbsthilfegruppen zu unterstützen bzw. bei der Gründung behilflich zu sein. Alle Gruppen haben ähnliche Probleme, suchen Ansprechpartner und behandeln ähnliche Themen. Was liegt da näher, als sich über die bestehenden Lymph- und Lipödem-Selbsthilfegruppen hinweg auszutauschen?

Jeder Betroffene mit einem Lymph- oder Lipödem steht vor der Herausforderung, die vielen Einschränkungen, die man anfänglich spürt, in den Alltag so zu integrieren, dass die Lebensqualität nicht leidet. Es gilt, eine gute Balance zu finden, zwischen dem, was gut für das Ödem ist, und dem, was man persönlich leisten kann und möchte. Ein Austausch mit Betroffenen ist hier immens wichtig und ermutigend. Doch nicht überall gibt es bereits Lymph- und Lip-Selbsthilfegruppen. Immer wieder gibt es Betroffene, die keine Gruppe für Lymph- oder Lipödembetroffene in ihrer Nähe finden und sich nicht mit Gleichgesinnten austauschen können. Hier steht man vor der Entscheidung, ob man sich zutraut, allein oder gemeinsam mit anderen Betroffenen eine neue Gruppe zu initiieren.

Wir laden sowohl neue wie erfahrene Gruppenleiter/innen, aktive Selbsthilfegruppenmitglieder und Interessierte herzlich zu einem Erfahrungsaustausch ein.

Themen:

Im Workshop gibt es die Möglichkeit sich über Gruppenregeln und -strukturen auszutauschen. Wir sammeln die Themen und Fragen der Teilnehmer, die über den Tag beantwortet werden. Anhand von Beispielen der Teilnehmer erarbeiten wir, wie man knifflige Situationen beherrscht.

In der Selbsthilfe treffen Menschen in schwierigen Lebensphasen zusammen, deswegen reichen die Emotionen oft von Verzweiflung bis hin zu großer Freude über Erfolge. Spielerische Elemente der Selbsthilfearbeit dienen als Auflockerungselemente. Weitere Themen sind der Kontaktaufbau zu Ärzten und Versorgern sowie bestehende Förderungsmöglichkeiten einer Selbsthilfegruppe.

Nicht zuletzt werden die Pausen gerne und intensiv zu informellen Gesprächen genutzt.

Blick über den Tellerrand:

Aus dem gesamten Bundesgebiet kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um voneinander zu lernen und ihre Erfahrungen miteinander zu teilen.

Auf die Teilnehmer warten interessante Themen: Herausforderungen im Gruppenalltag – was bringen Gruppenregeln und Gruppenstrukturen und wie kann ich sie umsetzen.

Ganz spannend ist ein Punkt der Kollegiale Beratung heißt. Oft geht es dabei um „was tun mit Dauerrednern“. Ein Problem, das in fast jeder Gruppe von Zeit zu Zeit auftaucht und das die anderen Teilnehmer entmutigen kann. Alle bemühten sich mit Ernsthaftigkeit und Einfühlungsvermögen um die Analyse des Problems und um mögliche Lösungen zu finden.

Wir sprechen über Empowerment, aktive Mitgliedergewinnung, Öffentlichkeitsarbeit, das Delegieren von Aufgaben und auch über themenzentrierte Interaktion kurz TZI. Klingt anfangs kompliziert, ist aber ein wichtiges Handwerkszeug für gute Gruppenarbeit.

Teilnehmerinnen ohne eigene Gruppe bekommen ebenfalls „Werkzeug“ mit an die Hand, mit dem es leichter fällt, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Viele gehen mit dem Gefühl nach Hause, dass sie auch eine Gruppe leiten können. Aber auch Gruppenleiter, die schon länger dabei sind, knüpfen neue Kontakte, sammeln kreative Ideen und Wissenswertes über Gesetze, Förderungsmöglichkeiten und geänderte Rechtslagen im Gesundheitswesen.

Anstehende Veranstaltungen​

Fortbildung Wertschätzende Unterstützung
18.9.2021
Die Fortbildung Wertschätzende Unterstützung fand am 19.09.2020 als eintägiger Workshop im Kolpinghaus in Würzburg statt. Sie kam so gut bei den TeilnehmerInnen an, dass wir sie in diesem Jahr am 18.09.2021 wiederholen werden.