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Begriffserklärungen

alphabetisch
Kapillare(n) kleinste Blutgefäße, Haargefäße
Lymphzeitvolumen Lymphmenge, die in einer Zeiteinheit transportiert wird
homogen gleichmäßig
Fibrose krankhafte Vermehrung des Bindegewebes, Verhärtung des Gewebes
Lymphstamm Lymphkollektorenbündelung mit größerem Durchmesser als die Kollektoren
Sonographie Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe
Phlebologie Erkennung und Behandlung von Gefäßerkrankungen, insbesondere von Venenerkrankungen
makroskopisch mit dem Auge sichtbar
Dysproportion Missverhältnis
Prävalenz Krankheitshäufigkeit
Gefäßfragilität Gefäßbrüchigkeit
Epidermis Oberhaut
extravasal außerhalb der Gefäße
Subcutis Unterhaut, Unterhautzellgewebe
dorsal zum Rücken hin gelegen, rückseitig
Ödemprotektiva gefäßabdichtende Medikamente, die Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe verhindern sollen
kardial das Herz betreffend
retromalleolär hinter den Knöcheln
akut plötzlich auftretend, schnell und heftig verlaufend
Anatomie Lehre vom Bau des (menschlichen) Körpers und seiner Organe
Pulsation Rhythmisches Zu- und Abnehmen des Gefäßvolumens mit den einzelnen Pulsschlägen
Läsion Verletzung
ph-Wert ein Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung
Therapie Behandlung
trophisch die Ernährung (des Gewebes) betreffend
Echogenität Reaktion von Gewebe auf Ultraschallwellen
Veneninsuffizienz Störung des venösen Rückflusses
Lymphangiopathie Lymphgefäßerkrankung
Hyperämie erhöhte Durchblutung
Indikation Anzeige, Grund zur Durchführung einer Maßnahme
intravasal innerhalb von Gefäßen
hämatogen aus dem Blut stammend
Chylus fetthaltige Lymphe
Interzellularraum Zwischenzellraum
distal von der Körpermitte entfernt
Plexus (Nerven-) Geflecht
Rhagade Hautriss, Hautschrunde
Plasmaproteine Bluteiweiße
Histologie Lehre von den Geweben des Körpers
Palpation Tastuntersuchung der Körperoberfläche oder zugänglicher Körperhöhlen
Cellulite (Orangenhaut), nicht entzündliche Veränderung des subkutanen Fettgewebes
Computertomographie Durch Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmen eines Objektes werden Schnittbilder erzeugt
Lymphzysten bläschenartige Erweiterung eines Lymphgefäßes, gelegentlich auf der Haut sichtbar
Insuffizienz Schwäche, ungenügende Leistung
Progredienz Fortschreiten
dysproportioniert nicht der Norm entsprechend gestaltet
palliativ krankheitsmildernd, nicht heilend (im Gegensatz zu kurativ)
retikulär netzförmig
Epidemiologie untersucht Auftreten von Krankheiten in Populationen
sekundäres Lymphödem „erworbenes” Lymphödem, meist Schädigung des Lymphsystems nach Krankheit, Unfall, Operation
progredient fortschreitend (Krankheit)
posterior der Hintere, hinter, hinterer
superior der Obere, oben, das weiter oben gelegene
irreversibel nicht rückgängig zu machen
cranial kopfwärts, oben
Diagnose Krankheitserkennung
benigne gutartig
Reflux Rückfluss
Lymphe wasserklare Flüssigkeit, bildet sich durch Austritt von Blutplasma in das Gewebe und wird über das Lymphgefäßsystem wieder in den Kreislauf zurückgeführt
Ödem Schwellung durch Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe
Liposuktion Fettabsaugung
Trauma Verletzung, Wunde
Proliferation Vermehrung, Wucherung
semipermeabel halbdurchlässig
Lymphödem sicht- und tastbare, nicht schmerzhafte Schwellung im Zellzwischenraum, unsymmetrische Störung des Lymphabflusses
Lymphangion Lymphgefäßabschnitt, begrenzt durch eine proximale und distale Klappe. Lymphangione pumpen die Lymphe selbstständig in Richtung Venenwinkel durch Öffnen und Schließen Ihrer Klappen. Die Kontraktionen können bei Bedarf die 10fache Geschwindigkeit erreichen, also alle 1-2 Sekunden.
Reiterhosensyndrom Lipohypertrophie – ist Folge einer Fettverteilungsstörung
Kompressionsstrümpfe flachgestrickt mit Naht oder nahtlos rundgestrickt
initial beginnend
Wet Technique Fettabsaugung unter Verwendung der Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA)
sekundär nachfolgend
Phlebitis Venenentzündung
Fibroblasten Bildungszellen des faserigen Bindegewebes
renal die Niere betreffend oder zur Niere gehörig
Thrombose teilweiser oder vollständiger Verschluss einer Vene oder Arterie
Varikosis krankhafte Erweiterung der Venen (Krampfadern)
Anastomose natürliche Verbindung zwischen Blut- oder Lymphgefäßen oder zwischen Nerven
Prädisposition angeborene oder erworbene Krankheitsbereitschaft
Phlebödem ein durch chronische Venenerkrankungen bedingtes Ödem
Kollagen strukturbildendes Eiweiß in Bindegewebe, Sehnen, Knorpel und Knochen
Metabolismus Stoffwechsel
endogen (griech.) im Inneren erzeugt
anterior der Vordere, vorn, vorderer
Syndrom Gruppe von Krankheitszeichen, die für ein bestimmtes Krankheitsbild charakteristisch sind
Hyperplasie Vergrößerung von Organen/ Gewebe durch abnorme Zellvergrößerung
Anamnese Die Anamnese fasst die Leidensgeschichte eines Patienten zusammen
Adipositas (Fettsucht), Ernährungs-/Stoffwechselkrankheit mit Vermehrung des Körperfettes über einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m²
Transportkapazität die Menge an Lymphe, die in einer Zeiteinheit vom Lymphgefäßsystem transportiert wird
zentripetalwärts nach innen gerichtet
Orthostatisches Ödem durch langes Stehen hervorgerufene Schwellung der Beine
suffizient die Aufgabe noch bewältigen könnend
medial zur Mitte hin
Zellulitis Entzündung des Unterhautzellgewebes
rezidivierend immer wieder auftretend
lymphpflichtige Last Stoffe, die vom Lymphgefäßsystem abtransportiert werden müssen
komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) Kombination aus manueller Lymphdrainage, Kompressionsbehandlung, Bewegungsübungen und Hautpflege
histologisch das Körpergewebe betreffend
Lipohyperplasia dolorosa bezeichnet Lipödem
kausal die Ursache betreffend
maligne bösartig
Dermatoliposklerose Verhärtung des subkutanen Bindegewebes in Folge chronischer Ödeme
Interstitium Zwischenzellraum, Zwischengeweberaum
Homöostase Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen
Fibrin stabiler Eiweißkörper, der bei der Blutgerinnung entsteht
Epithel oberste Zellschicht des menschlichen und tierischen Haut- und Schleimhautgewebes
peripher Randzonen, entfernt vom Körperstamm
retrograd nach hinten wirkend
congenital angeboren
Dorsalflexion Beugung der Hand oder des Fußes nach dem Hand- bzw. Fußrücken zu
Dermatosklerose Verhärtung der Haut in Folge chronischer Ödeme
Lymphoedema tardum Lymphödem nach dem 35. Lebensjahr auftretend
plantar zur Fußsohle gehörend
Lymphsystem Transportsystem, das eiweißreiche Gewebeflüssigkeit und größere Teilchen im Zwischenzellraum abtransportiert. Es existiert neben dem Blutkreislauf als Einbahnstraße vom Zellzwischenraum zum Venenwinkel, in dem die Lymphe wieder dem Blutkreislauf zugeführt wird und die Abfallprodukte über die Nieren ausgeschieden werden. Auch als die Müllabfuhr des Körpers bezeichnet.
Fibrinolyse Auflösung eines Blutgerinnsels durch Einwirken von Enzymen
Indikator Anzeichen
Erysipel Wundrose, bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und Lymphwege
proximal körpernah, näher zum Rumpf
inferior unten, unterer
Morbus Dercum schmerzhafte, bilateral symmetrische Fettwülste des Unterhautfettgewebes an Stamm u. Extremitäten, einhergehend mit Muskelschwäche und depressiven Störungen
Disposition Empfänglichkeit für bestimmte Erkrankungen
Dysplasie abweichendes Zellwachstum, deutet auf Fehlentwicklung hin
Vene Blutgefäße mit zum Herzen führender Strömungsrichtung
Hämatom Bluterguss, blauer Fleck
Lipödem Vermehrung des Unterhautfettgewebes mit Neigung zur Wassereinlagerung
lateral seitlich gelegen
pathologisch krankhaft
eruieren ergründen, ermitteln
Malleolus Fußknöchel
postradiogen nach einer Bestrahlungstherapie
Symptom Krankheitszeichen
Protein Eiweiss
posttraumatisch nach einer Verletzung
symptomatisch nur auf Symptome, nicht auf Krankheitsursachen einwirkend
Lipohypertrophie weiche Umfangsvermehrung infolge einer Zubildung des Unterhautfettgewebes
Drainage Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen
manuelle Lymphdrainage (MLD) durch verschiedene Grifftechniken wird das Lymphsystem aktiviert und somit die Pumpleistung der Lymphgefäße verbessert
Akkumulation Häufung, Anhäufung
Differenzialdiagnose Gesamtheit aller Diagnosen, die alternativ als Erklärung für die vorliegenden Symptome zutreffen können
Perfusion Durchströmung der Gefäßwand mit Gewebewasser
Hypoplasie Unterentwicklung von Organen/ Gewebe
Lymphoedema praecox Lymphödem vor dem 35. Lebensjahr auftretend
Cutis Haut (griech. derma; lat. cutis)
Prognose ärztliche Beurteilung des voraussichtlichen Verlaufs, Dauer und Ausgangs einer Krankheit
Reabsorbtion Wiederansaugen von Flüssigkeit aus dem Interstitium in die Blutkapillare, auch: Resorption
primär anfänglich, erst, ursprünglich
Dermatitis Hautentzündung
Lymphangitis Lymphgefäßentzündung
subkutan unter der Haut
Dry Technique herkömmliche Methode der Fettabsaugung, die in der Vergangenheit zu Schädigungen geführt hat
ventral bauchwärts, vorne
Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA) Regionalanästhesie der Haut und des subkutanen Fettgewebes durch direkte Infiltration großer Volumina eines verdünnten Lokalanästhetikums
artifiziell künstlich herbeigeführt
Hydrostatik Lehre von ruhenden Flüssigkeiten und in ihnen wirkenden Kräften
Permeabilität Durchlässigkeit
Resistenz Widerstandsfähigkeit, z. B. auch von Krankheitserregern gegenüber Antibiotika
Primäres Lymphödem Lymphödem, dessen Ursache genetisch bedingt ist
Rezidiv Krankheitsrückfall
palmar zur Handfläche gehörend
spontan irreversibel bildet sich nicht mehr von selbst zurück
Sklerose Bindegewebsverhärtung
Hypertonie erhöhter Blutdruck
reversibel umkehrbar
Aorta die große Körperschlagader
Neuropathie Sammelbegriff für viele Erkrankungen des peripheren Nervensystems
hereditär erblich, angeboren
Lymphadenitis Lymphknotenentzündung
apparative intermittierende Kompression (AIK) Behandlungsmanschetten, durch ein Steuerungsgerät betrieben, das einen wechselnden Behandlungsdruck durch abwechselndes Befüllen und Entleeren der Luftkammern erzeugt
initiales Lymphgefäß Beginn des Lymphgefäßsystems
Lymphonodus Lymphknoten
Lipohypertrophie symmetrischen Fettgewebsvermehrung im Hüft- oder Beinbereich bei schlankem Rumpf
Diurese Harnausscheidung durch die Nieren
Stemmersches Zeichen ist die Hautfalte über der zweiten und dritten Zehe schwer oder gar nicht anzuheben, dann ist wahrscheinlich ein Lymphödem vorhanden
postoperativ nach einer Operation
supra… über, oberhalb
Retention Zurückhaltung, Abflussbehinderung
Prophylaxe Vorbeugung
Licht-Reflexions-Rheographie Untersuchung des venösen Bluttransports durch Reflexion von infrarotem Licht
Physiologie, physiologisch Lehre von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen des menschlichen Organismus
Diuretika bewirken eine Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper durch die Niere
Anamnese die Krankheitsgeschichte des Patienten, frühere Krankheiten und Beginn der jetzigen Beschwerden
Nekrose örtliches Absterben von Zellen, Geweben oder auch Organen
Lympha Press Luftdruckmanschetten zur apparativen Lymphdrainage
Lymphszintigraphie nuklearmedizinisches Verfahren zur Überprüfung des Lymphabtransports
Elephantiasis veraltete Bezeichnung für ein Lymphödem Stadium III - die Beine sind unförmig geschwollen, es kann an einzelnen Stellen zu extremen Auswüchsen kommen.
Prävention Vorbeugung
Lymphangiosarkom Tumor fast immer infolge von unzureichend behandeltem chronischem Lymphödem nach einer Krebserkrankung, häufiger nach Bestrahlung
Exsudat entzündungsbedingt aus den Kapillaren ausgetretene Bestandteile des Blutes