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Begriffserklärungen

alphabetisch
dorsal zum Rücken hin gelegen, rückseitig
Lymphoedema tardum Lymphödem nach dem 35. Lebensjahr auftretend
proximal körpernah, näher zum Rumpf
Prophylaxe Vorbeugung
retromalleolär hinter den Knöcheln
Lipohypertrophie symmetrischen Fettgewebsvermehrung im Hüft- oder Beinbereich bei schlankem Rumpf
extravasal außerhalb der Gefäße
lymphpflichtige Last Stoffe, die vom Lymphgefäßsystem abtransportiert werden müssen
Homöostase Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen
Differenzialdiagnose Gesamtheit aller Diagnosen, die alternativ als Erklärung für die vorliegenden Symptome zutreffen können
Anamnese die Krankheitsgeschichte des Patienten, frühere Krankheiten und Beginn der jetzigen Beschwerden
plantar zur Fußsohle gehörend
Perfusion Durchströmung der Gefäßwand mit Gewebewasser
Indikation Anzeige, Grund zur Durchführung einer Maßnahme
manuelle Lymphdrainage (MLD) durch verschiedene Grifftechniken wird das Lymphsystem aktiviert und somit die Pumpleistung der Lymphgefäße verbessert
Läsion Verletzung
Erysipel Wundrose, bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und Lymphwege
superior der Obere, oben, das weiter oben gelegene
Nekrose örtliches Absterben von Zellen, Geweben oder auch Organen
semipermeabel halbdurchlässig
Lymphödem sicht- und tastbare, nicht schmerzhafte Schwellung im Zellzwischenraum, unsymmetrische Störung des Lymphabflusses
dysproportioniert nicht der Norm entsprechend gestaltet
Lymphangiopathie Lymphgefäßerkrankung
Wet Technique Fettabsaugung unter Verwendung der Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA)
sekundäres Lymphödem „erworbenes” Lymphödem, meist Schädigung des Lymphsystems nach Krankheit, Unfall, Operation
Reabsorbtion Wiederansaugen von Flüssigkeit aus dem Interstitium in die Blutkapillare, auch: Resorption
Progredienz Fortschreiten
Hyperplasie Vergrößerung von Organen/ Gewebe durch abnorme Zellvergrößerung
Liposuktion Fettabsaugung
renal die Niere betreffend oder zur Niere gehörig
Hypertonie erhöhter Blutdruck
rezidivierend immer wieder auftretend
Reflux Rückfluss
Anamnese Die Anamnese fasst die Leidensgeschichte eines Patienten zusammen
Computertomographie Durch Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmen eines Objektes werden Schnittbilder erzeugt
Aorta die große Körperschlagader
Kompressionsstrümpfe flachgestrickt mit Naht oder nahtlos rundgestrickt
Prognose ärztliche Beurteilung des voraussichtlichen Verlaufs, Dauer und Ausgangs einer Krankheit
histologisch das Körpergewebe betreffend
Hyperämie erhöhte Durchblutung
posttraumatisch nach einer Verletzung
Syndrom Gruppe von Krankheitszeichen, die für ein bestimmtes Krankheitsbild charakteristisch sind
Kapillare(n) kleinste Blutgefäße, Haargefäße
Histologie Lehre von den Geweben des Körpers
benigne gutartig
cranial kopfwärts, oben
Retention Zurückhaltung, Abflussbehinderung
Sklerose Bindegewebsverhärtung
inferior unten, unterer
Diuretika bewirken eine Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper durch die Niere
makroskopisch mit dem Auge sichtbar
distal von der Körpermitte entfernt
spontan irreversibel bildet sich nicht mehr von selbst zurück
maligne bösartig
primär anfänglich, erst, ursprünglich
Hydrostatik Lehre von ruhenden Flüssigkeiten und in ihnen wirkenden Kräften
Interstitium Zwischenzellraum, Zwischengeweberaum
Thrombose teilweiser oder vollständiger Verschluss einer Vene oder Arterie
Symptom Krankheitszeichen
ventral bauchwärts, vorne
Disposition Empfänglichkeit für bestimmte Erkrankungen
ph-Wert ein Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung
Hypoplasie Unterentwicklung von Organen/ Gewebe
Metabolismus Stoffwechsel
Dorsalflexion Beugung der Hand oder des Fußes nach dem Hand- bzw. Fußrücken zu
Prävalenz Krankheitshäufigkeit
Diagnose Krankheitserkennung
homogen gleichmäßig
Phlebödem ein durch chronische Venenerkrankungen bedingtes Ödem
Lymphangion Lymphgefäßabschnitt, begrenzt durch eine proximale und distale Klappe. Lymphangione pumpen die Lymphe selbstständig in Richtung Venenwinkel durch Öffnen und Schließen Ihrer Klappen. Die Kontraktionen können bei Bedarf die 10fache Geschwindigkeit erreichen, also alle 1-2 Sekunden.
Neuropathie Sammelbegriff für viele Erkrankungen des peripheren Nervensystems
Adipositas (Fettsucht), Ernährungs-/Stoffwechselkrankheit mit Vermehrung des Körperfettes über einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m²
Trauma Verletzung, Wunde
Prädisposition angeborene oder erworbene Krankheitsbereitschaft
Reiterhosensyndrom Lipohypertrophie – ist Folge einer Fettverteilungsstörung
artifiziell künstlich herbeigeführt
Diurese Harnausscheidung durch die Nieren
Lipödem Vermehrung des Unterhautfettgewebes mit Neigung zur Wassereinlagerung
kardial das Herz betreffend
Ödem Schwellung durch Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe
kausal die Ursache betreffend
Morbus Dercum schmerzhafte, bilateral symmetrische Fettwülste des Unterhautfettgewebes an Stamm u. Extremitäten, einhergehend mit Muskelschwäche und depressiven Störungen
Protein Eiweiss
Lymphonodus Lymphknoten
Dysplasie abweichendes Zellwachstum, deutet auf Fehlentwicklung hin
anterior der Vordere, vorn, vorderer
Plexus (Nerven-) Geflecht
Epidemiologie untersucht Auftreten von Krankheiten in Populationen
Prävention Vorbeugung
Licht-Reflexions-Rheographie Untersuchung des venösen Bluttransports durch Reflexion von infrarotem Licht
Fibrose krankhafte Vermehrung des Bindegewebes, Verhärtung des Gewebes
Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA) Regionalanästhesie der Haut und des subkutanen Fettgewebes durch direkte Infiltration großer Volumina eines verdünnten Lokalanästhetikums
Cutis Haut (griech. derma; lat. cutis)
Insuffizienz Schwäche, ungenügende Leistung
postoperativ nach einer Operation
Resistenz Widerstandsfähigkeit, z. B. auch von Krankheitserregern gegenüber Antibiotika
Fibroblasten Bildungszellen des faserigen Bindegewebes
palmar zur Handfläche gehörend
eruieren ergründen, ermitteln
Indikator Anzeichen
Vene Blutgefäße mit zum Herzen führender Strömungsrichtung
sekundär nachfolgend
Elephantiasis veraltete Bezeichnung für ein Lymphödem Stadium III - die Beine sind unförmig geschwollen, es kann an einzelnen Stellen zu extremen Auswüchsen kommen.
palliativ krankheitsmildernd, nicht heilend (im Gegensatz zu kurativ)
supra… über, oberhalb
postradiogen nach einer Bestrahlungstherapie
congenital angeboren
Drainage Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen
peripher Randzonen, entfernt vom Körperstamm
Therapie Behandlung
Echogenität Reaktion von Gewebe auf Ultraschallwellen
Malleolus Fußknöchel
Varikosis krankhafte Erweiterung der Venen (Krampfadern)
Lymphe wasserklare Flüssigkeit, bildet sich durch Austritt von Blutplasma in das Gewebe und wird über das Lymphgefäßsystem wieder in den Kreislauf zurückgeführt
apparative intermittierende Kompression (AIK) Behandlungsmanschetten, durch ein Steuerungsgerät betrieben, das einen wechselnden Behandlungsdruck durch abwechselndes Befüllen und Entleeren der Luftkammern erzeugt
Lymphangiosarkom Tumor fast immer infolge von unzureichend behandeltem chronischem Lymphödem nach einer Krebserkrankung, häufiger nach Bestrahlung
Lymphangitis Lymphgefäßentzündung
zentripetalwärts nach innen gerichtet
Permeabilität Durchlässigkeit
reversibel umkehrbar
hereditär erblich, angeboren
Hämatom Bluterguss, blauer Fleck
Transportkapazität die Menge an Lymphe, die in einer Zeiteinheit vom Lymphgefäßsystem transportiert wird
Lipohyperplasia dolorosa bezeichnet Lipödem
Phlebitis Venenentzündung
Lympha Press Luftdruckmanschetten zur apparativen Lymphdrainage
suffizient die Aufgabe noch bewältigen könnend
Dermatitis Hautentzündung
Dysproportion Missverhältnis
Subcutis Unterhaut, Unterhautzellgewebe
initial beginnend
Orthostatisches Ödem durch langes Stehen hervorgerufene Schwellung der Beine
retikulär netzförmig
initiales Lymphgefäß Beginn des Lymphgefäßsystems
medial zur Mitte hin
intravasal innerhalb von Gefäßen
Plasmaproteine Bluteiweiße
subkutan unter der Haut
Lymphsystem Transportsystem, das eiweißreiche Gewebeflüssigkeit und größere Teilchen im Zwischenzellraum abtransportiert. Es existiert neben dem Blutkreislauf als Einbahnstraße vom Zellzwischenraum zum Venenwinkel, in dem die Lymphe wieder dem Blutkreislauf zugeführt wird und die Abfallprodukte über die Nieren ausgeschieden werden. Auch als die Müllabfuhr des Körpers bezeichnet.
Veneninsuffizienz Störung des venösen Rückflusses
Chylus fetthaltige Lymphe
Phlebologie Erkennung und Behandlung von Gefäßerkrankungen, insbesondere von Venenerkrankungen
Sonographie Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe
endogen (griech.) im Inneren erzeugt
Epithel oberste Zellschicht des menschlichen und tierischen Haut- und Schleimhautgewebes
Zellulitis Entzündung des Unterhautzellgewebes
Rhagade Hautriss, Hautschrunde
Akkumulation Häufung, Anhäufung
symptomatisch nur auf Symptome, nicht auf Krankheitsursachen einwirkend
Fibrin stabiler Eiweißkörper, der bei der Blutgerinnung entsteht
Dry Technique herkömmliche Methode der Fettabsaugung, die in der Vergangenheit zu Schädigungen geführt hat
Epidermis Oberhaut
retrograd nach hinten wirkend
hämatogen aus dem Blut stammend
Lymphszintigraphie nuklearmedizinisches Verfahren zur Überprüfung des Lymphabtransports
Kollagen strukturbildendes Eiweiß in Bindegewebe, Sehnen, Knorpel und Knochen
Anastomose natürliche Verbindung zwischen Blut- oder Lymphgefäßen oder zwischen Nerven
Pulsation Rhythmisches Zu- und Abnehmen des Gefäßvolumens mit den einzelnen Pulsschlägen
Gefäßfragilität Gefäßbrüchigkeit
Dermatosklerose Verhärtung der Haut in Folge chronischer Ödeme
Lymphadenitis Lymphknotenentzündung
irreversibel nicht rückgängig zu machen
Lymphoedema praecox Lymphödem vor dem 35. Lebensjahr auftretend
Cellulite (Orangenhaut), nicht entzündliche Veränderung des subkutanen Fettgewebes
Palpation Tastuntersuchung der Körperoberfläche oder zugänglicher Körperhöhlen
Physiologie, physiologisch Lehre von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen des menschlichen Organismus
Stemmersches Zeichen ist die Hautfalte über der zweiten und dritten Zehe schwer oder gar nicht anzuheben, dann ist wahrscheinlich ein Lymphödem vorhanden
Proliferation Vermehrung, Wucherung
Lymphzeitvolumen Lymphmenge, die in einer Zeiteinheit transportiert wird
Interzellularraum Zwischenzellraum
trophisch die Ernährung (des Gewebes) betreffend
akut plötzlich auftretend, schnell und heftig verlaufend
komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) Kombination aus manueller Lymphdrainage, Kompressionsbehandlung, Bewegungsübungen und Hautpflege
progredient fortschreitend (Krankheit)
pathologisch krankhaft
lateral seitlich gelegen
posterior der Hintere, hinter, hinterer
Exsudat entzündungsbedingt aus den Kapillaren ausgetretene Bestandteile des Blutes
Dermatoliposklerose Verhärtung des subkutanen Bindegewebes in Folge chronischer Ödeme
Lymphstamm Lymphkollektorenbündelung mit größerem Durchmesser als die Kollektoren
Fibrinolyse Auflösung eines Blutgerinnsels durch Einwirken von Enzymen
Ödemprotektiva gefäßabdichtende Medikamente, die Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe verhindern sollen
Lipohypertrophie weiche Umfangsvermehrung infolge einer Zubildung des Unterhautfettgewebes
Anatomie Lehre vom Bau des (menschlichen) Körpers und seiner Organe
Lymphzysten bläschenartige Erweiterung eines Lymphgefäßes, gelegentlich auf der Haut sichtbar
Primäres Lymphödem Lymphödem, dessen Ursache genetisch bedingt ist
Rezidiv Krankheitsrückfall