Zum Inhalt

Begriffserklärungen

alphabetisch
Reabsorbtion Wiederansaugen von Flüssigkeit aus dem Interstitium in die Blutkapillare, auch: Resorption
Homöostase Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen
Dysplasie abweichendes Zellwachstum, deutet auf Fehlentwicklung hin
ventral bauchwärts, vorne
Stemmersches Zeichen ist die Hautfalte über der zweiten und dritten Zehe schwer oder gar nicht anzuheben, dann ist wahrscheinlich ein Lymphödem vorhanden
Gefäßfragilität Gefäßbrüchigkeit
Licht-Reflexions-Rheographie Untersuchung des venösen Bluttransports durch Reflexion von infrarotem Licht
Akkumulation Häufung, Anhäufung
Lipödem Vermehrung des Unterhautfettgewebes mit Neigung zur Wassereinlagerung
Palpation Tastuntersuchung der Körperoberfläche oder zugänglicher Körperhöhlen
lateral seitlich gelegen
Hämatom Bluterguss, blauer Fleck
Therapie Behandlung
homogen gleichmäßig
Lipohyperplasia dolorosa bezeichnet Lipödem
retromalleolär hinter den Knöcheln
Resistenz Widerstandsfähigkeit, z. B. auch von Krankheitserregern gegenüber Antibiotika
cranial kopfwärts, oben
Phlebitis Venenentzündung
Dry Technique herkömmliche Methode der Fettabsaugung, die in der Vergangenheit zu Schädigungen geführt hat
zentripetalwärts nach innen gerichtet
kardial das Herz betreffend
irreversibel nicht rückgängig zu machen
retrograd nach hinten wirkend
plantar zur Fußsohle gehörend
Reflux Rückfluss
Transportkapazität die Menge an Lymphe, die in einer Zeiteinheit vom Lymphgefäßsystem transportiert wird
Ödemprotektiva gefäßabdichtende Medikamente, die Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe verhindern sollen
Lymphe wasserklare Flüssigkeit, bildet sich durch Austritt von Blutplasma in das Gewebe und wird über das Lymphgefäßsystem wieder in den Kreislauf zurückgeführt
akut plötzlich auftretend, schnell und heftig verlaufend
medial zur Mitte hin
retikulär netzförmig
endogen (griech.) im Inneren erzeugt
sekundär nachfolgend
palmar zur Handfläche gehörend
Fibrose krankhafte Vermehrung des Bindegewebes, Verhärtung des Gewebes
Prognose ärztliche Beurteilung des voraussichtlichen Verlaufs, Dauer und Ausgangs einer Krankheit
Kompressionsstrümpfe flachgestrickt mit Naht oder nahtlos rundgestrickt
Lipohypertrophie weiche Umfangsvermehrung infolge einer Zubildung des Unterhautfettgewebes
Dermatoliposklerose Verhärtung des subkutanen Bindegewebes in Folge chronischer Ödeme
Metabolismus Stoffwechsel
Lymphoedema tardum Lymphödem nach dem 35. Lebensjahr auftretend
dorsal zum Rücken hin gelegen, rückseitig
Plasmaproteine Bluteiweiße
Dermatosklerose Verhärtung der Haut in Folge chronischer Ödeme
Lymphangiopathie Lymphgefäßerkrankung
inferior unten, unterer
Disposition Empfänglichkeit für bestimmte Erkrankungen
eruieren ergründen, ermitteln
superior der Obere, oben, das weiter oben gelegene
benigne gutartig
Cellulite (Orangenhaut), nicht entzündliche Veränderung des subkutanen Fettgewebes
semipermeabel halbdurchlässig
Phlebologie Erkennung und Behandlung von Gefäßerkrankungen, insbesondere von Venenerkrankungen
dysproportioniert nicht der Norm entsprechend gestaltet
Perfusion Durchströmung der Gefäßwand mit Gewebewasser
peripher Randzonen, entfernt vom Körperstamm
Erysipel Wundrose, bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und Lymphwege
Dorsalflexion Beugung der Hand oder des Fußes nach dem Hand- bzw. Fußrücken zu
Sonographie Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe
Interzellularraum Zwischenzellraum
proximal körpernah, näher zum Rumpf
artifiziell künstlich herbeigeführt
supra… über, oberhalb
hereditär erblich, angeboren
renal die Niere betreffend oder zur Niere gehörig
Lymphangitis Lymphgefäßentzündung
initiales Lymphgefäß Beginn des Lymphgefäßsystems
Lymphoedema praecox Lymphödem vor dem 35. Lebensjahr auftretend
Primäres Lymphödem Lymphödem, dessen Ursache genetisch bedingt ist
Subcutis Unterhaut, Unterhautzellgewebe
Neuropathie Sammelbegriff für viele Erkrankungen des peripheren Nervensystems
lymphpflichtige Last Stoffe, die vom Lymphgefäßsystem abtransportiert werden müssen
Anastomose natürliche Verbindung zwischen Blut- oder Lymphgefäßen oder zwischen Nerven
makroskopisch mit dem Auge sichtbar
Rhagade Hautriss, Hautschrunde
Varikosis krankhafte Erweiterung der Venen (Krampfadern)
kausal die Ursache betreffend
Cutis Haut (griech. derma; lat. cutis)
symptomatisch nur auf Symptome, nicht auf Krankheitsursachen einwirkend
Anamnese die Krankheitsgeschichte des Patienten, frühere Krankheiten und Beginn der jetzigen Beschwerden
anterior der Vordere, vorn, vorderer
apparative intermittierende Kompression (AIK) Behandlungsmanschetten, durch ein Steuerungsgerät betrieben, das einen wechselnden Behandlungsdruck durch abwechselndes Befüllen und Entleeren der Luftkammern erzeugt
Morbus Dercum schmerzhafte, bilateral symmetrische Fettwülste des Unterhautfettgewebes an Stamm u. Extremitäten, einhergehend mit Muskelschwäche und depressiven Störungen
Syndrom Gruppe von Krankheitszeichen, die für ein bestimmtes Krankheitsbild charakteristisch sind
Diagnose Krankheitserkennung
Reiterhosensyndrom Lipohypertrophie – ist Folge einer Fettverteilungsstörung
Prävention Vorbeugung
Fibrinolyse Auflösung eines Blutgerinnsels durch Einwirken von Enzymen
Phlebödem ein durch chronische Venenerkrankungen bedingtes Ödem
Fibrin stabiler Eiweißkörper, der bei der Blutgerinnung entsteht
manuelle Lymphdrainage (MLD) durch verschiedene Grifftechniken wird das Lymphsystem aktiviert und somit die Pumpleistung der Lymphgefäße verbessert
Protein Eiweiss
Lymphadenitis Lymphknotenentzündung
Hyperämie erhöhte Durchblutung
Chylus fetthaltige Lymphe
Exsudat entzündungsbedingt aus den Kapillaren ausgetretene Bestandteile des Blutes
sekundäres Lymphödem „erworbenes” Lymphödem, meist Schädigung des Lymphsystems nach Krankheit, Unfall, Operation
Lymphödem sicht- und tastbare, nicht schmerzhafte Schwellung im Zellzwischenraum, unsymmetrische Störung des Lymphabflusses
Diuretika bewirken eine Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper durch die Niere
trophisch die Ernährung (des Gewebes) betreffend
Permeabilität Durchlässigkeit
Histologie Lehre von den Geweben des Körpers
Lymphangion Lymphgefäßabschnitt, begrenzt durch eine proximale und distale Klappe. Lymphangione pumpen die Lymphe selbstständig in Richtung Venenwinkel durch Öffnen und Schließen Ihrer Klappen. Die Kontraktionen können bei Bedarf die 10fache Geschwindigkeit erreichen, also alle 1-2 Sekunden.
primär anfänglich, erst, ursprünglich
posterior der Hintere, hinter, hinterer
Anamnese Die Anamnese fasst die Leidensgeschichte eines Patienten zusammen
spontan irreversibel bildet sich nicht mehr von selbst zurück
palliativ krankheitsmildernd, nicht heilend (im Gegensatz zu kurativ)
Orthostatisches Ödem durch langes Stehen hervorgerufene Schwellung der Beine
Lymphstamm Lymphkollektorenbündelung mit größerem Durchmesser als die Kollektoren
intravasal innerhalb von Gefäßen
Vene Blutgefäße mit zum Herzen führender Strömungsrichtung
Sklerose Bindegewebsverhärtung
Epidermis Oberhaut
Epithel oberste Zellschicht des menschlichen und tierischen Haut- und Schleimhautgewebes
hämatogen aus dem Blut stammend
Plexus (Nerven-) Geflecht
Elephantiasis veraltete Bezeichnung für ein Lymphödem Stadium III - die Beine sind unförmig geschwollen, es kann an einzelnen Stellen zu extremen Auswüchsen kommen.
Ödem Schwellung durch Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe
extravasal außerhalb der Gefäße
pathologisch krankhaft
Kapillare(n) kleinste Blutgefäße, Haargefäße
Indikator Anzeichen
Lympha Press Luftdruckmanschetten zur apparativen Lymphdrainage
Echogenität Reaktion von Gewebe auf Ultraschallwellen
progredient fortschreitend (Krankheit)
Lipohypertrophie symmetrischen Fettgewebsvermehrung im Hüft- oder Beinbereich bei schlankem Rumpf
Hypertonie erhöhter Blutdruck
Läsion Verletzung
komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) Kombination aus manueller Lymphdrainage, Kompressionsbehandlung, Bewegungsübungen und Hautpflege
Lymphangiosarkom Tumor fast immer infolge von unzureichend behandeltem chronischem Lymphödem nach einer Krebserkrankung, häufiger nach Bestrahlung
Indikation Anzeige, Grund zur Durchführung einer Maßnahme
Differenzialdiagnose Gesamtheit aller Diagnosen, die alternativ als Erklärung für die vorliegenden Symptome zutreffen können
Anatomie Lehre vom Bau des (menschlichen) Körpers und seiner Organe
Proliferation Vermehrung, Wucherung
Lymphzysten bläschenartige Erweiterung eines Lymphgefäßes, gelegentlich auf der Haut sichtbar
Prädisposition angeborene oder erworbene Krankheitsbereitschaft
Prophylaxe Vorbeugung
histologisch das Körpergewebe betreffend
Lymphzeitvolumen Lymphmenge, die in einer Zeiteinheit transportiert wird
Nekrose örtliches Absterben von Zellen, Geweben oder auch Organen
Lymphsystem Transportsystem, das eiweißreiche Gewebeflüssigkeit und größere Teilchen im Zwischenzellraum abtransportiert. Es existiert neben dem Blutkreislauf als Einbahnstraße vom Zellzwischenraum zum Venenwinkel, in dem die Lymphe wieder dem Blutkreislauf zugeführt wird und die Abfallprodukte über die Nieren ausgeschieden werden. Auch als die Müllabfuhr des Körpers bezeichnet.
Veneninsuffizienz Störung des venösen Rückflusses
Physiologie, physiologisch Lehre von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen des menschlichen Organismus
Drainage Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen
Malleolus Fußknöchel
Lymphonodus Lymphknoten
Rezidiv Krankheitsrückfall
Kollagen strukturbildendes Eiweiß in Bindegewebe, Sehnen, Knorpel und Knochen
Wet Technique Fettabsaugung unter Verwendung der Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA)
maligne bösartig
Insuffizienz Schwäche, ungenügende Leistung
Epidemiologie untersucht Auftreten von Krankheiten in Populationen
Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA) Regionalanästhesie der Haut und des subkutanen Fettgewebes durch direkte Infiltration großer Volumina eines verdünnten Lokalanästhetikums
subkutan unter der Haut
Thrombose teilweiser oder vollständiger Verschluss einer Vene oder Arterie
Diurese Harnausscheidung durch die Nieren
Hyperplasie Vergrößerung von Organen/ Gewebe durch abnorme Zellvergrößerung
Dysproportion Missverhältnis
Retention Zurückhaltung, Abflussbehinderung
Symptom Krankheitszeichen
Dermatitis Hautentzündung
Zellulitis Entzündung des Unterhautzellgewebes
distal von der Körpermitte entfernt
posttraumatisch nach einer Verletzung
Computertomographie Durch Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmen eines Objektes werden Schnittbilder erzeugt
Hydrostatik Lehre von ruhenden Flüssigkeiten und in ihnen wirkenden Kräften
Fibroblasten Bildungszellen des faserigen Bindegewebes
postoperativ nach einer Operation
suffizient die Aufgabe noch bewältigen könnend
Prävalenz Krankheitshäufigkeit
postradiogen nach einer Bestrahlungstherapie
Aorta die große Körperschlagader
Interstitium Zwischenzellraum, Zwischengeweberaum
ph-Wert ein Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung
Liposuktion Fettabsaugung
rezidivierend immer wieder auftretend
Progredienz Fortschreiten
congenital angeboren
Hypoplasie Unterentwicklung von Organen/ Gewebe
Trauma Verletzung, Wunde
Pulsation Rhythmisches Zu- und Abnehmen des Gefäßvolumens mit den einzelnen Pulsschlägen
reversibel umkehrbar
initial beginnend
Adipositas (Fettsucht), Ernährungs-/Stoffwechselkrankheit mit Vermehrung des Körperfettes über einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m²
Lymphszintigraphie nuklearmedizinisches Verfahren zur Überprüfung des Lymphabtransports