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Begriffserklärungen

alphabetisch
Prädisposition angeborene oder erworbene Krankheitsbereitschaft
Resistenz Widerstandsfähigkeit, z. B. auch von Krankheitserregern gegenüber Antibiotika
subkutan unter der Haut
Prävalenz Krankheitshäufigkeit
Reiterhosensyndrom Lipohypertrophie – ist Folge einer Fettverteilungsstörung
Interstitium Zwischenzellraum, Zwischengeweberaum
Lymphszintigraphie nuklearmedizinisches Verfahren zur Überprüfung des Lymphabtransports
Plasmaproteine Bluteiweiße
Chylus fetthaltige Lymphe
posterior der Hintere, hinter, hinterer
Varikosis krankhafte Erweiterung der Venen (Krampfadern)
spontan irreversibel bildet sich nicht mehr von selbst zurück
Kompressionsstrümpfe flachgestrickt mit Naht oder nahtlos rundgestrickt
Prävention Vorbeugung
symptomatisch nur auf Symptome, nicht auf Krankheitsursachen einwirkend
Indikator Anzeichen
Diagnose Krankheitserkennung
Anamnese die Krankheitsgeschichte des Patienten, frühere Krankheiten und Beginn der jetzigen Beschwerden
Trauma Verletzung, Wunde
initial beginnend
Rezidiv Krankheitsrückfall
Gefäßfragilität Gefäßbrüchigkeit
apparative intermittierende Kompression (AIK) Behandlungsmanschetten, durch ein Steuerungsgerät betrieben, das einen wechselnden Behandlungsdruck durch abwechselndes Befüllen und Entleeren der Luftkammern erzeugt
Lymphangiosarkom Tumor fast immer infolge von unzureichend behandeltem chronischem Lymphödem nach einer Krebserkrankung, häufiger nach Bestrahlung
Lymphsystem Transportsystem, das eiweißreiche Gewebeflüssigkeit und größere Teilchen im Zwischenzellraum abtransportiert. Es existiert neben dem Blutkreislauf als Einbahnstraße vom Zellzwischenraum zum Venenwinkel, in dem die Lymphe wieder dem Blutkreislauf zugeführt wird und die Abfallprodukte über die Nieren ausgeschieden werden. Auch als die Müllabfuhr des Körpers bezeichnet.
Erysipel Wundrose, bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und Lymphwege
Permeabilität Durchlässigkeit
Hypertonie erhöhter Blutdruck
Phlebitis Venenentzündung
Wet Technique Fettabsaugung unter Verwendung der Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA)
distal von der Körpermitte entfernt
Diurese Harnausscheidung durch die Nieren
retromalleolär hinter den Knöcheln
hämatogen aus dem Blut stammend
Hydrostatik Lehre von ruhenden Flüssigkeiten und in ihnen wirkenden Kräften
Vene Blutgefäße mit zum Herzen führender Strömungsrichtung
Nekrose örtliches Absterben von Zellen, Geweben oder auch Organen
proximal körpernah, näher zum Rumpf
Exsudat entzündungsbedingt aus den Kapillaren ausgetretene Bestandteile des Blutes
Dermatosklerose Verhärtung der Haut in Folge chronischer Ödeme
Lymphangiopathie Lymphgefäßerkrankung
Epidermis Oberhaut
Disposition Empfänglichkeit für bestimmte Erkrankungen
lymphpflichtige Last Stoffe, die vom Lymphgefäßsystem abtransportiert werden müssen
Adipositas (Fettsucht), Ernährungs-/Stoffwechselkrankheit mit Vermehrung des Körperfettes über einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m²
Thrombose teilweiser oder vollständiger Verschluss einer Vene oder Arterie
manuelle Lymphdrainage (MLD) durch verschiedene Grifftechniken wird das Lymphsystem aktiviert und somit die Pumpleistung der Lymphgefäße verbessert
Hyperämie erhöhte Durchblutung
Proliferation Vermehrung, Wucherung
Läsion Verletzung
Sklerose Bindegewebsverhärtung
kardial das Herz betreffend
Epithel oberste Zellschicht des menschlichen und tierischen Haut- und Schleimhautgewebes
supra… über, oberhalb
lateral seitlich gelegen
Histologie Lehre von den Geweben des Körpers
suffizient die Aufgabe noch bewältigen könnend
primär anfänglich, erst, ursprünglich
histologisch das Körpergewebe betreffend
cranial kopfwärts, oben
Dermatoliposklerose Verhärtung des subkutanen Bindegewebes in Folge chronischer Ödeme
Diuretika bewirken eine Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper durch die Niere
Morbus Dercum schmerzhafte, bilateral symmetrische Fettwülste des Unterhautfettgewebes an Stamm u. Extremitäten, einhergehend mit Muskelschwäche und depressiven Störungen
extravasal außerhalb der Gefäße
maligne bösartig
intravasal innerhalb von Gefäßen
retrograd nach hinten wirkend
pathologisch krankhaft
hereditär erblich, angeboren
Physiologie, physiologisch Lehre von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen des menschlichen Organismus
dorsal zum Rücken hin gelegen, rückseitig
rezidivierend immer wieder auftretend
palliativ krankheitsmildernd, nicht heilend (im Gegensatz zu kurativ)
plantar zur Fußsohle gehörend
Lympha Press Luftdruckmanschetten zur apparativen Lymphdrainage
Prophylaxe Vorbeugung
Prognose ärztliche Beurteilung des voraussichtlichen Verlaufs, Dauer und Ausgangs einer Krankheit
Fibrinolyse Auflösung eines Blutgerinnsels durch Einwirken von Enzymen
Orthostatisches Ödem durch langes Stehen hervorgerufene Schwellung der Beine
Hypoplasie Unterentwicklung von Organen/ Gewebe
Ödem Schwellung durch Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe
Pulsation Rhythmisches Zu- und Abnehmen des Gefäßvolumens mit den einzelnen Pulsschlägen
Fibrose krankhafte Vermehrung des Bindegewebes, Verhärtung des Gewebes
Interzellularraum Zwischenzellraum
Primäres Lymphödem Lymphödem, dessen Ursache genetisch bedingt ist
Malleolus Fußknöchel
Drainage Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen
Lymphe wasserklare Flüssigkeit, bildet sich durch Austritt von Blutplasma in das Gewebe und wird über das Lymphgefäßsystem wieder in den Kreislauf zurückgeführt
Lymphangion Lymphgefäßabschnitt, begrenzt durch eine proximale und distale Klappe. Lymphangione pumpen die Lymphe selbstständig in Richtung Venenwinkel durch Öffnen und Schließen Ihrer Klappen. Die Kontraktionen können bei Bedarf die 10fache Geschwindigkeit erreichen, also alle 1-2 Sekunden.
Liposuktion Fettabsaugung
Protein Eiweiss
Lymphoedema tardum Lymphödem nach dem 35. Lebensjahr auftretend
Fibrin stabiler Eiweißkörper, der bei der Blutgerinnung entsteht
Computertomographie Durch Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmen eines Objektes werden Schnittbilder erzeugt
Insuffizienz Schwäche, ungenügende Leistung
Syndrom Gruppe von Krankheitszeichen, die für ein bestimmtes Krankheitsbild charakteristisch sind
Cellulite (Orangenhaut), nicht entzündliche Veränderung des subkutanen Fettgewebes
irreversibel nicht rückgängig zu machen
Lymphonodus Lymphknoten
Subcutis Unterhaut, Unterhautzellgewebe
initiales Lymphgefäß Beginn des Lymphgefäßsystems
Transportkapazität die Menge an Lymphe, die in einer Zeiteinheit vom Lymphgefäßsystem transportiert wird
Lymphstamm Lymphkollektorenbündelung mit größerem Durchmesser als die Kollektoren
Therapie Behandlung
benigne gutartig
congenital angeboren
Kapillare(n) kleinste Blutgefäße, Haargefäße
Dysproportion Missverhältnis
Anatomie Lehre vom Bau des (menschlichen) Körpers und seiner Organe
Symptom Krankheitszeichen
zentripetalwärts nach innen gerichtet
Hämatom Bluterguss, blauer Fleck
Lipödem Vermehrung des Unterhautfettgewebes mit Neigung zur Wassereinlagerung
Metabolismus Stoffwechsel
Lymphzysten bläschenartige Erweiterung eines Lymphgefäßes, gelegentlich auf der Haut sichtbar
sekundär nachfolgend
Zellulitis Entzündung des Unterhautzellgewebes
retikulär netzförmig
Dry Technique herkömmliche Methode der Fettabsaugung, die in der Vergangenheit zu Schädigungen geführt hat
Aorta die große Körperschlagader
Lymphangitis Lymphgefäßentzündung
Lymphödem sicht- und tastbare, nicht schmerzhafte Schwellung im Zellzwischenraum, unsymmetrische Störung des Lymphabflusses
postradiogen nach einer Bestrahlungstherapie
superior der Obere, oben, das weiter oben gelegene
inferior unten, unterer
komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) Kombination aus manueller Lymphdrainage, Kompressionsbehandlung, Bewegungsübungen und Hautpflege
Lipohypertrophie weiche Umfangsvermehrung infolge einer Zubildung des Unterhautfettgewebes
Phlebödem ein durch chronische Venenerkrankungen bedingtes Ödem
anterior der Vordere, vorn, vorderer
Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA) Regionalanästhesie der Haut und des subkutanen Fettgewebes durch direkte Infiltration großer Volumina eines verdünnten Lokalanästhetikums
Lymphoedema praecox Lymphödem vor dem 35. Lebensjahr auftretend
Echogenität Reaktion von Gewebe auf Ultraschallwellen
Differenzialdiagnose Gesamtheit aller Diagnosen, die alternativ als Erklärung für die vorliegenden Symptome zutreffen können
Dysplasie abweichendes Zellwachstum, deutet auf Fehlentwicklung hin
Reflux Rückfluss
Lipohypertrophie symmetrischen Fettgewebsvermehrung im Hüft- oder Beinbereich bei schlankem Rumpf
peripher Randzonen, entfernt vom Körperstamm
Licht-Reflexions-Rheographie Untersuchung des venösen Bluttransports durch Reflexion von infrarotem Licht
Akkumulation Häufung, Anhäufung
kausal die Ursache betreffend
ph-Wert ein Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung
reversibel umkehrbar
Lymphzeitvolumen Lymphmenge, die in einer Zeiteinheit transportiert wird
sekundäres Lymphödem „erworbenes” Lymphödem, meist Schädigung des Lymphsystems nach Krankheit, Unfall, Operation
ventral bauchwärts, vorne
postoperativ nach einer Operation
Anastomose natürliche Verbindung zwischen Blut- oder Lymphgefäßen oder zwischen Nerven
Kollagen strukturbildendes Eiweiß in Bindegewebe, Sehnen, Knorpel und Knochen
Palpation Tastuntersuchung der Körperoberfläche oder zugänglicher Körperhöhlen
Lymphadenitis Lymphknotenentzündung
Rhagade Hautriss, Hautschrunde
Fibroblasten Bildungszellen des faserigen Bindegewebes
Elephantiasis veraltete Bezeichnung für ein Lymphödem Stadium III - die Beine sind unförmig geschwollen, es kann an einzelnen Stellen zu extremen Auswüchsen kommen.
homogen gleichmäßig
Sonographie Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe
Perfusion Durchströmung der Gefäßwand mit Gewebewasser
trophisch die Ernährung (des Gewebes) betreffend
artifiziell künstlich herbeigeführt
Hyperplasie Vergrößerung von Organen/ Gewebe durch abnorme Zellvergrößerung
akut plötzlich auftretend, schnell und heftig verlaufend
eruieren ergründen, ermitteln
Neuropathie Sammelbegriff für viele Erkrankungen des peripheren Nervensystems
palmar zur Handfläche gehörend
Reabsorbtion Wiederansaugen von Flüssigkeit aus dem Interstitium in die Blutkapillare, auch: Resorption
Plexus (Nerven-) Geflecht
makroskopisch mit dem Auge sichtbar
Dermatitis Hautentzündung
endogen (griech.) im Inneren erzeugt
Veneninsuffizienz Störung des venösen Rückflusses
progredient fortschreitend (Krankheit)
medial zur Mitte hin
Phlebologie Erkennung und Behandlung von Gefäßerkrankungen, insbesondere von Venenerkrankungen
dysproportioniert nicht der Norm entsprechend gestaltet
Lipohyperplasia dolorosa bezeichnet Lipödem
Anamnese Die Anamnese fasst die Leidensgeschichte eines Patienten zusammen
Indikation Anzeige, Grund zur Durchführung einer Maßnahme
semipermeabel halbdurchlässig
Homöostase Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen
Retention Zurückhaltung, Abflussbehinderung
renal die Niere betreffend oder zur Niere gehörig
Stemmersches Zeichen ist die Hautfalte über der zweiten und dritten Zehe schwer oder gar nicht anzuheben, dann ist wahrscheinlich ein Lymphödem vorhanden
Dorsalflexion Beugung der Hand oder des Fußes nach dem Hand- bzw. Fußrücken zu
Epidemiologie untersucht Auftreten von Krankheiten in Populationen
Cutis Haut (griech. derma; lat. cutis)
Progredienz Fortschreiten
Ödemprotektiva gefäßabdichtende Medikamente, die Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe verhindern sollen
posttraumatisch nach einer Verletzung