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Begriffserklärungen

alphabetisch
Indikation Anzeige, Grund zur Durchführung einer Maßnahme
Nekrose örtliches Absterben von Zellen, Geweben oder auch Organen
Lipohyperplasia dolorosa bezeichnet Lipödem
Anastomose natürliche Verbindung zwischen Blut- oder Lymphgefäßen oder zwischen Nerven
Lymphangiosarkom Tumor fast immer infolge von unzureichend behandeltem chronischem Lymphödem nach einer Krebserkrankung, häufiger nach Bestrahlung
Rezidiv Krankheitsrückfall
Syndrom Gruppe von Krankheitszeichen, die für ein bestimmtes Krankheitsbild charakteristisch sind
Plasmaproteine Bluteiweiße
Hyperplasie Vergrößerung von Organen/ Gewebe durch abnorme Zellvergrößerung
postradiogen nach einer Bestrahlungstherapie
Epidemiologie untersucht Auftreten von Krankheiten in Populationen
Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA) Regionalanästhesie der Haut und des subkutanen Fettgewebes durch direkte Infiltration großer Volumina eines verdünnten Lokalanästhetikums
ph-Wert ein Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung
Lympha Press Luftdruckmanschetten zur apparativen Lymphdrainage
Indikator Anzeichen
Epidermis Oberhaut
dorsal zum Rücken hin gelegen, rückseitig
Lymphangitis Lymphgefäßentzündung
Sonographie Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe
zentripetalwärts nach innen gerichtet
Diurese Harnausscheidung durch die Nieren
Computertomographie Durch Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmen eines Objektes werden Schnittbilder erzeugt
sekundär nachfolgend
Drainage Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen
Trauma Verletzung, Wunde
Morbus Dercum schmerzhafte, bilateral symmetrische Fettwülste des Unterhautfettgewebes an Stamm u. Extremitäten, einhergehend mit Muskelschwäche und depressiven Störungen
Ödem Schwellung durch Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe
Akkumulation Häufung, Anhäufung
suffizient die Aufgabe noch bewältigen könnend
pathologisch krankhaft
Echogenität Reaktion von Gewebe auf Ultraschallwellen
peripher Randzonen, entfernt vom Körperstamm
Stemmersches Zeichen ist die Hautfalte über der zweiten und dritten Zehe schwer oder gar nicht anzuheben, dann ist wahrscheinlich ein Lymphödem vorhanden
Diagnose Krankheitserkennung
Fibrin stabiler Eiweißkörper, der bei der Blutgerinnung entsteht
Lymphangion Lymphgefäßabschnitt, begrenzt durch eine proximale und distale Klappe. Lymphangione pumpen die Lymphe selbstständig in Richtung Venenwinkel durch Öffnen und Schließen Ihrer Klappen. Die Kontraktionen können bei Bedarf die 10fache Geschwindigkeit erreichen, also alle 1-2 Sekunden.
hereditär erblich, angeboren
palliativ krankheitsmildernd, nicht heilend (im Gegensatz zu kurativ)
plantar zur Fußsohle gehörend
Metabolismus Stoffwechsel
komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) Kombination aus manueller Lymphdrainage, Kompressionsbehandlung, Bewegungsübungen und Hautpflege
maligne bösartig
Kompressionsstrümpfe flachgestrickt mit Naht oder nahtlos rundgestrickt
Fibroblasten Bildungszellen des faserigen Bindegewebes
Elephantiasis veraltete Bezeichnung für ein Lymphödem Stadium III - die Beine sind unförmig geschwollen, es kann an einzelnen Stellen zu extremen Auswüchsen kommen.
Disposition Empfänglichkeit für bestimmte Erkrankungen
intravasal innerhalb von Gefäßen
Thrombose teilweiser oder vollständiger Verschluss einer Vene oder Arterie
rezidivierend immer wieder auftretend
trophisch die Ernährung (des Gewebes) betreffend
eruieren ergründen, ermitteln
initial beginnend
Retention Zurückhaltung, Abflussbehinderung
Lipohypertrophie symmetrischen Fettgewebsvermehrung im Hüft- oder Beinbereich bei schlankem Rumpf
Epithel oberste Zellschicht des menschlichen und tierischen Haut- und Schleimhautgewebes
Permeabilität Durchlässigkeit
Lymphzeitvolumen Lymphmenge, die in einer Zeiteinheit transportiert wird
Reabsorbtion Wiederansaugen von Flüssigkeit aus dem Interstitium in die Blutkapillare, auch: Resorption
ventral bauchwärts, vorne
Lymphoedema tardum Lymphödem nach dem 35. Lebensjahr auftretend
retromalleolär hinter den Knöcheln
Physiologie, physiologisch Lehre von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen des menschlichen Organismus
manuelle Lymphdrainage (MLD) durch verschiedene Grifftechniken wird das Lymphsystem aktiviert und somit die Pumpleistung der Lymphgefäße verbessert
retrograd nach hinten wirkend
cranial kopfwärts, oben
Rhagade Hautriss, Hautschrunde
Lymphstamm Lymphkollektorenbündelung mit größerem Durchmesser als die Kollektoren
Dermatoliposklerose Verhärtung des subkutanen Bindegewebes in Folge chronischer Ödeme
Symptom Krankheitszeichen
Malleolus Fußknöchel
anterior der Vordere, vorn, vorderer
Lymphsystem Transportsystem, das eiweißreiche Gewebeflüssigkeit und größere Teilchen im Zwischenzellraum abtransportiert. Es existiert neben dem Blutkreislauf als Einbahnstraße vom Zellzwischenraum zum Venenwinkel, in dem die Lymphe wieder dem Blutkreislauf zugeführt wird und die Abfallprodukte über die Nieren ausgeschieden werden. Auch als die Müllabfuhr des Körpers bezeichnet.
Prävalenz Krankheitshäufigkeit
sekundäres Lymphödem „erworbenes” Lymphödem, meist Schädigung des Lymphsystems nach Krankheit, Unfall, Operation
Phlebödem ein durch chronische Venenerkrankungen bedingtes Ödem
Anamnese Die Anamnese fasst die Leidensgeschichte eines Patienten zusammen
Lymphödem sicht- und tastbare, nicht schmerzhafte Schwellung im Zellzwischenraum, unsymmetrische Störung des Lymphabflusses
Subcutis Unterhaut, Unterhautzellgewebe
Homöostase Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen
symptomatisch nur auf Symptome, nicht auf Krankheitsursachen einwirkend
Vene Blutgefäße mit zum Herzen führender Strömungsrichtung
progredient fortschreitend (Krankheit)
Dermatosklerose Verhärtung der Haut in Folge chronischer Ödeme
Histologie Lehre von den Geweben des Körpers
Anatomie Lehre vom Bau des (menschlichen) Körpers und seiner Organe
primär anfänglich, erst, ursprünglich
spontan irreversibel bildet sich nicht mehr von selbst zurück
Läsion Verletzung
Wet Technique Fettabsaugung unter Verwendung der Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA)
inferior unten, unterer
Dermatitis Hautentzündung
Erysipel Wundrose, bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und Lymphwege
Prädisposition angeborene oder erworbene Krankheitsbereitschaft
Phlebologie Erkennung und Behandlung von Gefäßerkrankungen, insbesondere von Venenerkrankungen
Perfusion Durchströmung der Gefäßwand mit Gewebewasser
postoperativ nach einer Operation
Zellulitis Entzündung des Unterhautzellgewebes
dysproportioniert nicht der Norm entsprechend gestaltet
Varikosis krankhafte Erweiterung der Venen (Krampfadern)
Phlebitis Venenentzündung
Prävention Vorbeugung
Dysplasie abweichendes Zellwachstum, deutet auf Fehlentwicklung hin
Hyperämie erhöhte Durchblutung
Differenzialdiagnose Gesamtheit aller Diagnosen, die alternativ als Erklärung für die vorliegenden Symptome zutreffen können
homogen gleichmäßig
Exsudat entzündungsbedingt aus den Kapillaren ausgetretene Bestandteile des Blutes
Protein Eiweiss
distal von der Körpermitte entfernt
Prognose ärztliche Beurteilung des voraussichtlichen Verlaufs, Dauer und Ausgangs einer Krankheit
Pulsation Rhythmisches Zu- und Abnehmen des Gefäßvolumens mit den einzelnen Pulsschlägen
Hydrostatik Lehre von ruhenden Flüssigkeiten und in ihnen wirkenden Kräften
makroskopisch mit dem Auge sichtbar
Plexus (Nerven-) Geflecht
Liposuktion Fettabsaugung
reversibel umkehrbar
Chylus fetthaltige Lymphe
Hypertonie erhöhter Blutdruck
Neuropathie Sammelbegriff für viele Erkrankungen des peripheren Nervensystems
Aorta die große Körperschlagader
Kollagen strukturbildendes Eiweiß in Bindegewebe, Sehnen, Knorpel und Knochen
Licht-Reflexions-Rheographie Untersuchung des venösen Bluttransports durch Reflexion von infrarotem Licht
superior der Obere, oben, das weiter oben gelegene
Lipohypertrophie weiche Umfangsvermehrung infolge einer Zubildung des Unterhautfettgewebes
kausal die Ursache betreffend
Cellulite (Orangenhaut), nicht entzündliche Veränderung des subkutanen Fettgewebes
Progredienz Fortschreiten
medial zur Mitte hin
Prophylaxe Vorbeugung
Sklerose Bindegewebsverhärtung
subkutan unter der Haut
Lymphadenitis Lymphknotenentzündung
hämatogen aus dem Blut stammend
renal die Niere betreffend oder zur Niere gehörig
Orthostatisches Ödem durch langes Stehen hervorgerufene Schwellung der Beine
Cutis Haut (griech. derma; lat. cutis)
posttraumatisch nach einer Verletzung
Reiterhosensyndrom Lipohypertrophie – ist Folge einer Fettverteilungsstörung
congenital angeboren
Veneninsuffizienz Störung des venösen Rückflusses
extravasal außerhalb der Gefäße
Lymphe wasserklare Flüssigkeit, bildet sich durch Austritt von Blutplasma in das Gewebe und wird über das Lymphgefäßsystem wieder in den Kreislauf zurückgeführt
Palpation Tastuntersuchung der Körperoberfläche oder zugänglicher Körperhöhlen
endogen (griech.) im Inneren erzeugt
akut plötzlich auftretend, schnell und heftig verlaufend
Fibrinolyse Auflösung eines Blutgerinnsels durch Einwirken von Enzymen
Lipödem Vermehrung des Unterhautfettgewebes mit Neigung zur Wassereinlagerung
semipermeabel halbdurchlässig
Transportkapazität die Menge an Lymphe, die in einer Zeiteinheit vom Lymphgefäßsystem transportiert wird
histologisch das Körpergewebe betreffend
Primäres Lymphödem Lymphödem, dessen Ursache genetisch bedingt ist
Interzellularraum Zwischenzellraum
Ödemprotektiva gefäßabdichtende Medikamente, die Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe verhindern sollen
lateral seitlich gelegen
Dysproportion Missverhältnis
proximal körpernah, näher zum Rumpf
Anamnese die Krankheitsgeschichte des Patienten, frühere Krankheiten und Beginn der jetzigen Beschwerden
Hämatom Bluterguss, blauer Fleck
posterior der Hintere, hinter, hinterer
retikulär netzförmig
lymphpflichtige Last Stoffe, die vom Lymphgefäßsystem abtransportiert werden müssen
supra… über, oberhalb
palmar zur Handfläche gehörend
Therapie Behandlung
Dorsalflexion Beugung der Hand oder des Fußes nach dem Hand- bzw. Fußrücken zu
Gefäßfragilität Gefäßbrüchigkeit
Diuretika bewirken eine Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper durch die Niere
kardial das Herz betreffend
Resistenz Widerstandsfähigkeit, z. B. auch von Krankheitserregern gegenüber Antibiotika
benigne gutartig
Lymphzysten bläschenartige Erweiterung eines Lymphgefäßes, gelegentlich auf der Haut sichtbar
Lymphszintigraphie nuklearmedizinisches Verfahren zur Überprüfung des Lymphabtransports
Fibrose krankhafte Vermehrung des Bindegewebes, Verhärtung des Gewebes
Lymphoedema praecox Lymphödem vor dem 35. Lebensjahr auftretend
Proliferation Vermehrung, Wucherung
Interstitium Zwischenzellraum, Zwischengeweberaum
Lymphangiopathie Lymphgefäßerkrankung
Reflux Rückfluss
Kapillare(n) kleinste Blutgefäße, Haargefäße
irreversibel nicht rückgängig zu machen
artifiziell künstlich herbeigeführt
Insuffizienz Schwäche, ungenügende Leistung
initiales Lymphgefäß Beginn des Lymphgefäßsystems
Hypoplasie Unterentwicklung von Organen/ Gewebe
apparative intermittierende Kompression (AIK) Behandlungsmanschetten, durch ein Steuerungsgerät betrieben, das einen wechselnden Behandlungsdruck durch abwechselndes Befüllen und Entleeren der Luftkammern erzeugt
Lymphonodus Lymphknoten
Adipositas (Fettsucht), Ernährungs-/Stoffwechselkrankheit mit Vermehrung des Körperfettes über einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m²
Dry Technique herkömmliche Methode der Fettabsaugung, die in der Vergangenheit zu Schädigungen geführt hat