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Lymphselbsthilfe e. V. vorgestellt

Wenn aufgrund einer Krebserkrankung Lymphknoten befallen sind, werden diese erfahrungsgemäß entfernt, um die Überlebenschancen von uns Krebspatienten zu erhöhen. Je nach Schnitttechnik, der Anzahl der entfernten und der in dieser Region zuvor vorhandenen Lymphknoten kann es zu einem sekundären Lymphödem kommen, entweder gleich nach der OP, oder auch erst nach Jahren. Egal, wann es auftritt, wer einmal zu uns Lymphpatienten gehört, hat eine Aufgabe fürs Leben.

Umstellung des Alltags

Bemerkt man bei sich im Laufe von Wochen oder Monaten eine zunehmende Schwellung an Arm, Brust, Rücken oder Beinen, benötigt man die komplexe physikalische Entstauungstherapie, KPE genannt. Sie besteht aus manueller Lymphdrainage, Kompression, Bewegung, Hautpflege und Aufklärung und Schulung zur individuellen Selbsttherapie, denn ohne die Mithilfe von uns Patienten geht es nicht.

Jeder Lymphpatient hat zu Beginn seiner Erkrankung viele Fragen und keine Ahnung, wer sie ihm beantworten kann: Welcher Arzt in meiner Region kennt sich in der Lymphologie aus, kann mich richtig diagnostizieren und verschreibt mir die notwendige Therapie? Brauche ich Kompression und manuelle Lymphdrainage? Wie erhalte ich eine passende Kompressionsbestrumpfung oder wäre anfangs eine Bandage besser? Woran erkenne ich, dass die Strümpfe passen oder die manuelle Lymphdrainage hilft? Wer nun Glück hat und gut versorgt ist, erhält die „KPE“ verschrieben. Doch auch dann sind wir gezwungen, uns täglich mit unserer Erkrankung auseinanderzusetzen, um das Stadium unseres Lymphödems zu halten, und unseren Alltag komplett umzustellen.  [ mehr …]

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