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Welche Lymphödem-Stadien gibt es?

Seit Januar 2017 gibt es neue Diagnose-Codes in der Lymphologie. Neu ist, dass die Codes nun „endstellig“ sind, d. h. sie sind neuerdings nicht mehr vierstellig, sondern bestehen aus 5 Ziffern. Zum Beispiel: I89.01. Vorher gab es „nur“ I89.0.

Die 5. Stelle bezeichnet nun auch das Stadium der Erkrankung sowie die Lokalisation. Das ist neu! Für die Patienten ist es hilfreich zu wissen, in welchem Stadium er sich befindet bzw. ob der Arzt den Code 4- oder 5-stellig auf die Verordnung gedruckt hat.

Die Stadien in der Lymphologie lassen sich gemäß aktueller Leitlinie (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/058-001l_S2k_Diagnostik_und_Therapie_der_Lymphoedeme_2017-05.pdf) wie folgt unterscheiden:

 

Stadium I

(spontan reversibel)

Ödem von weicher Konsistenz, Hochlagern reduziert die Schwellung
Stadium II

(nicht spontan reversibel)

Ödem mit sekundären Gewebeveränderungen; Hochlagern beseitigt die Schwellung nicht
Stadium III Deformierende harte Schwellung, z.T. lobäre Form z.T. mit typischen Hautveränderungen

 

Es gibt auch ein Stadium 0, aber es ist davon auszugehen, dass dieses Stadium eher eine untergeordnete Rolle spielt – denn es liegen keine Symptome vor bzw. der Patient hat noch keine Beschwerden.