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Erfahrungsaustausch

für Selbsthilfegruppenverantwortliche und Interessierte

Sie helfen Anderen, doch wer unterstützt Sie?

Eines der wichtigsten Ziele der Lymphselbsthilfe e.V. ist es Lymph- und Lipödem-Selbsthilfegruppen zu unterstützen bzw. bei der Gründung behilflich zu sein. Alle Gruppen haben ähnliche Probleme, suchen Ansprechpartner und behandeln ähnliche Themen. Was liegt da näher, als sich über die bestehenden Lymph- und Lipödem-Selbsthilfegruppen hinweg auszutauschen?

Jeder Betroffene mit einem Lymph- oder Lipödem steht vor der Herausforderung, die vielen Einschränkungen, die man anfänglich spürt, in den Alltag so zu integrieren, dass die Lebensqualität nicht leidet. Es gilt, eine gute Balance zu finden, zwischen dem, was gut für das Ödem ist, und dem, was man persönlich leisten kann und möchte. Ein Austausch mit Betroffenen ist hier immens wichtig und ermutigend. Doch nicht überall gibt es bereits Lymph- und Lip-Selbsthilfegruppen. Immer wieder gibt es Betroffene, die keine Gruppe für Lymph- oder Lipödembetroffene in ihrer Nähe finden und sich nicht mit Gleichgesinnten austauschen können. Hier steht man vor der Entscheidung, ob man sich zutraut, allein oder gemeinsam mit anderen Betroffenen eine neue Gruppe zu initiieren. Deshalb sind auch alle Betroffenen, die sich überlegen, ob sie eine Gruppe gründen möchten, eingeladen. Drei Tage lang arbeiten die Teilnehmer in Kleingruppen und im Plenum an relevanten Fragestellungen. Die Heimvolkshochschule Hustedt stellt hierfür moderne Seminarräume zur Verfügung. Im Workshop gibt es die Möglichkeit sich über Gruppenregeln und -strukturen auszutauschen. Themen und Fragen der Teilnehmer werden gesammelt und über den Tag beantwortet.

In der Selbsthilfe treffen Menschen in schwierigen Lebensphasen zusammen, deswegen reichen die Emotionen oft von Verzweiflung bis hin zu großer Freude über Erfolge. Anhand von Beispielen der Betroffenen wird erarbeitet, wie man knifflige Situationen beherrscht. Spielerische Elemente der Selbsthilfearbeit dienen als Auflockerungselemente. Weitere Themen sind der Kontaktaufbau zu Ärzten und Versorgern sowie bestehende Förderungsmöglichkeiten einer Selbsthilfegruppe.

Nicht zuletzt werden die Pausen gerne und intensiv zu informellen Gesprächen genutzt.

Blick über den Tellerrand:

Wie machen es andere Gruppen?

Aus dem gesamten Bundesgebiet kamen 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer um voneinander zu lernen und ihre Erfahrungen mit Interessierten zu teilen.

Auf die Teilnehmer warteten interessante Themen: Herausforderungen im Gruppenalltag – was bringen Gruppenregeln und Gruppenstrukturen und wie kann ich sie umsetzen.

Ganz spannend war ein Punkt der Kollegiale Beratung hieß. Diesmal ging es dabei um „was tun mit Dauerrednern“. Ein Problem, das in fast jeder Gruppe von Zeit zu Zeit auftaucht und das die anderen Teilnehmer entmutigen kann. Alle bemühten sich mit Ernsthaftigkeit und Einfühlungsvermögen um die Analyse des Problems und um mögliche Lösungen zu finden.

Wir sprachen über Empowerment, aktive Mitgliedergewinnung, Öffentlichkeitsarbeit, das Delegieren von Aufgaben und auch über themenzentrierte Interaktion kurz TZI. Ist nicht einfach zu erklären, aber ein wichtiges Handwerkszeug für gute Gruppenarbeit.

Teilnehmerinnen ohne eigene Gruppe haben ebenfalls „Werkzeug“ mit an die Hand bekommen, mit dem es leichter fällt, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Viele sind sehr zuversichtlich gewesen, dass sie das jetzt auch schaffen könnten. Aber auch Gruppenleiter, die schon länger dabei sind, konnten neue Kontakte knüpfen, neue Ideen und wissenswertes über Gesetze, Förderungsmöglichkeiten und geänderte Rechtslagen im Gesundheitswesen sammeln.

(Aus der Sicht einer Teilnehmerin)

(Feedback vergangener Treffen)

 

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