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DGL – Tagung in Titisee/Hochschwarzwald

Titisee – ein kleines Dorf an einem kleinen See – beherbergt wahrscheinlich mehr Kongresse und Tagungen als manche deutsche Großstadt. Auch die Deutsche Gesellschaft für Lymphologie (DGL) und die Gesellschaft Deutschsprachiger Lymphologen (GDL) hatten sich dieses Jahr für Titisee entschieden, wobei das für die DGL eine Art Heimkehr war, da sie 1976 in Feldberg gegründet wurde. Christian Schuchard, neben Martha Földi wissenschaftlicher Leiter, bezeichnet den Hochschwarzwald als weltweite Keimzelle der Lymphologie.

Wir waren ebenfalls anwesend mit einem Infostand, den nicht nur Lip-/Lymphödem-Betroffene nutzten, um sich zu informieren, sondern der auch Therapeuten und Ärzten die Gelegenheit gab, Möglichkeiten zur Zusammenarbeit auszuloten. Dazuhin hielt unsere Vorsitzende, Susanne Helmbrecht, die Eröffnungsrede, die von allen sehr gut aufgenommen wurde.

2015.10.03_10_34_32Sie wies auf die Ängste und Zwänge hin, denen Betroffene ausgesetzt sind. Zwischen leichtfertig vielversprechenden Angeboten kommerziell orientierter Ärzte und der ablehnenden Haltung einer wenig informierten Allgemeinheit kommt es oft zu nicht immer vernunftbedingten Reaktionen, die einer Therapie im Zweifelsfall abträglich sind. Als eine weitere Säule einer erfolgreichen Therapie führte sie deshalb die Patientenschulung ein.

Jeder weiß in ungefähr, was Diabetes ist, jeder Diabetiker kennt seine Krankheit und weiß, was zu tun ist. Wenn nicht, kann er seinen Hausarzt fragen und erhält ausführliche Antworten. Er wir auch nicht gefragt, ob er zu oft aus dem Honigtopf genascht hat. Ein Patient mit einem Lip- oder Lymphödem kann schon froh sein, wenn er selbst die Krankheit kennt und erhält oft genug die Antwort, er müsse einfach abnehmen. Das wollen wir ändern – indem wir in der Winterausgabe unserer Mitgliedszeitung von den Vorträgen auf dem DGL-Kongress (in verständlichen Worten) berichten.

Pressestimmen:

Badische Zeitung

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