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Blick über den Tellerrand – Wie machen es andere Gruppen?

Erfahrungsaustausch für Selbsthilfegruppen-Verantwortliche und Interessierte

In diesem Jahr trafen wir uns in Würzburg.

Die dortige Selbsthilfegruppe hat es geschafft, für uns das Selbsthilfehaus in der Scanzonistraße zu organisieren. Das Haus ist mit seinen Räumlichkeiten bestens für Tagesseminare geeignet. Aus diesem Grunde auch meistens ausgebucht.

Aus dem gesamten Bundesgebiet kamen 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer um voneinander zu lernen und ihre Erfahrungen mit Interessierten zu teilen. Damit kam die Kapazität im Selbsthilfehaus auch schon fast an ihre Grenze. Die Würzburger, namentlich Waltraud, Andreas und Hildegard hatten die Räume jedoch perfekt vorbereitet.

Wir brauchten nur noch die Stühle im Raum verteilen und dann konnten wir beginnen.
Wie immer, wurde das Seminar von Susanne Helmbrecht geleitet, die diese Tätigkeit bereits in ihrem Studium gelernt und im Berufsleben perfektioniert hat.

Durch ihr ehrenamtliches Engagement in der Lymphselbsthilfe, kommen die Mitglieder des Bundesverbandes zu Spitzenseminaren wie man sie nicht oft findet.

Diesmal waren für die Teilnehmer interessante Themen angesagt:
Herausforderungen im Gruppenalltag – was bringen Gruppenregeln und Gruppenstrukturen und wie kann ich sie umsetzen.
Ganz spannend war ein Punkt der Kollegiale Beratung hieß. Es ging dabei um „was tun mit Dauerrednern“. Ein Problem, dass in fast jeder Gruppe manchmal auftaucht und das die anderen Teilnehmer entmutigen kann. Unter lebhafter Anteilnahme beteiligten sich alle mit Ernsthaftigkeit und Einfühlungsvermögen um die Analyse des Problems und um mögliche Lösungen zu finden.

Wir sprachen über Empowerment, aktive Mitgliedergewinnung, Öffentlichkeitsarbeit, das Delegieren von Aufgaben und auch über themenzentrierte Interaktion kurz TZI. Ist nicht einfach zu erklären, aber ein unabdingbares Handwerkszeug für jede gute Gruppenarbeit.

Nicht zu vergessen – die Mittagspause. Waltraud und Andreas haben es übernommen uns mit Essen und Trinken zu versorgen. Andreas hat für alle ganz frischen Apfelsaft gepresst und uns noch dazu mit frischen Äpfeln aus seinem Garten versorgt. Außerdem war auch die unglaublich hilfsbereite und gastfreundliche Frau von Andreas dabei. Hildegard hat Kuchen gebacken, Suppe gekocht und war mit Andreas den ganzen Tag im Hintergrund beschäftigt um es uns so schön wie möglich zu machen.

Aber nicht nur das Essen sondern auch die Bewegung ist wichtig. Also wurde noch die groß angekündigte Entstauungsgymnastik gemacht. Diesmal unter der fachmännischen Anleitung von Andrea Luhnau, die für Annette Dunker eingesprungen ist. Da konnte sich dann jede überzeugen, dass sich Andrea ebenfalls bestens in dem Metier auskennt. Sie ist auch zertifizierte Trainerin für Entstauungsgymnastik. Kompetent und gut gelaunt brachte sie uns wieder in Schwung. Erfrischt und aufnahmefähig gingen wir in den Nachmittag, der uns nochmals viele neue Erkenntnisse brachte.

Teilnehmerinnen ohne eigene Gruppe haben ebenfalls „Werkzeug“ mit an die Hand bekommen, womit es leichter ist, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Viele sind sehr zuversichtlich gewesen, dass sie das jetzt auch schaffen könnten. Aber auch Gruppenleiter, die schon länger dabei sind, konnten neue Kontakte knüpfen, neue Ideen und wissenswertes über Gesetze, Förderungsmöglichkeiten und geänderte Rechtslagen im Gesundheitswesen sammeln.

 

 

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